20.12.2011, 14:06 Uhr | t-online.de
Kein Verkauf der amerikanischen Telekom-Mobilfunktochter an AT&T (Quelle: imago)
Die amerikanische Telekommunikations-Gesellschaft AT&T Inc. und die Deutsche Telekom haben die Vereinbarung zum Verkauf der T-Mobile USA an AT&T aufgelöst. Als Folge wird AT&T die in dem Vertrag zwischen beiden Unternehmen vereinbarte Ausfallzahlung an die Deutsche Telekom leisten. Sie ist eine der höchsten jemals weltweit zwischen zwei Unternehmen vereinbarten Zahlungen für die Auflösung eines Kaufvertrags. Darüber hinaus beinhaltet sie ein umfangreiches Paket aus Mobilfunk-Frequenzen zugunsten der T-Mobile USA sowie eine mehrjährige Vereinbarung über UMTS-Roaming innerhalb der USA. Die T-Aktie reagierte am Dienstag an der Börse in uneinheitlichem Umfeld leicht nachgebend.
Beide Unternehmen sind sich einig, dass der umfassende Widerstand des amerikanischen Justizministeriums (DoJ) sowie der Aufsichtsbehörde für den Telekommunikationsmarkt FCC eine Durchsetzung der Transaktion immer weniger wahrscheinlich erscheinen ließen. Dabei wurden aus Sicht beider Unternehmen wichtige Argumente für die Transaktion außer acht gelassen: Das betraf beispielsweise die deutlich bessere Versorgung des amerikanischen Marktes mit schnellen Mobilfunk-Netzen ebenso wie die positiven Beschäftigungseffekte der Transaktion. Bei beiden Behörden war keine Bereitschaft erkennbar, im Gegenzug für Zugeständnisse bei Umfang und Struktur der Transaktion von ihrer grundsätzlich ablehnenden Haltung abzurücken.
Die Telekom erhält nun von AT&T wohl noch in diesem Jahr eine Barzahlung von 3,0 Milliarden US-Dollar. Als Teil der im Vertrag am 20. März 2011 vereinbarten Ausfallzahlung erhält T-Mobile USA ferner ein umfassendes Paket von AWS-Mobilfunk-Frequenzen in 128 Märkten (Cellular Market Areas, CMAs) einschließlich 12 von 20 Top-Märkten (Los Angeles, Dallas, Houston, Atlanta, Washington, Boston, San Francisco, Phoenix, San Diego, Denver, Baltimore und Seattle).
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Die UMTS-Roaming-Vereinbarung für die USA mit einer Laufzeit von mehr als sieben Jahren zugunsten der T-Mobile USA ermöglicht dem Unternehmen künftig eine deutlich breitere Abdeckung der Bevölkerung und bessere Versorgung der Kunden mit breitbandigen Mobilfunkdiensten. Die Bevölkerungsabdeckung erhöht sich von derzeit 230 auf 280 Millionen potentielle Kunden. Durch die Vereinbarung mit AT&T werden viele Regionen der USA, in denen T-Mobile USA bislang weder ein eigenes schnelles Mobilfunknetz noch entsprechende Roaming-Vereinbarungen hatte, zukünftig abgedeckt. Den Gesamtwert der Ausfall-Leistungen bezifferte ein Telekom-Sprecher auf etwa sechs Milliarden Dollar.
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Durch die Auflösung der Transaktion wird T-Mobile USA künftig wieder als fortzuführendes Geschäft der Deutschen Telekom bilanziert. Unberührt von diesem Schritt bleibt die Guidance der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr 2011. Sie sieht ein bereinigtes EBITDA von rund 19,1 Milliarden Euro vor. Der Free Cashflow soll auf dem Wert des Vorjahres von 6,5 Mrd. Euro stabil bleiben oder leicht steigen. In die Guidance ist der Beitrag der T-Mobile USA auf Basis des durchschnittlichen Dollar-Kurses im Jahr 2010 von 1,33 Dollar/Euro einbezogen. Die Free Cashflow-Prognose beinhaltet nicht die Auszahlung für die Einigung bezüglich der polnischen PTC von 0,4 Mrd. Euro und die Bar-Komponente von 3 Mrd. US-Dollar aus der Ausfallzahlung, die von AT&T zu zahlen ist.
Ebenfalls weiter Bestand hat die Ausschüttungspolitik der Deutschen Telekom. Die jährliche Ausschüttung steht unter dem Vorbehalt der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen. Die Bar-Komponente der Break-Up-Fee reduziert unmittelbar die Netto-Finanzverschuldung der Deutschen Telekom und stärkt damit die rating-relevanten Finanzkennzahlen.
Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung.
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Quelle: t-online.de
Ben schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 02:51:53
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gleiches Netz für alle!!!!
Als erstes sollte mal hier im Lande jeder gleichgestellt werden... es kann doch nich angehen, dass Leute in der
Stadt das gleiche bezahlen wie Leute auf dem Land aber dafür 100% mehr erhalten! Kein Geld für die Aktionäre, sonder Ausbau für die, die seit Jahren den Kürzen ziehen.
Wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, würde die Telekom an mir mehr Geld verdienen, aber egal was ich mache, die bauen das Netz hier nicht aus!!!
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fernmelder schrieb:
am 20. Dezember 2011 um 17:48:42
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telekom-schnorrer
die cheap-charlys hier sind doch eh alle bei vodaphone, O2, alice. engagiert sich die telekom, hagelts kritik, wenn nicht,
hagelts auch kritik. alle parasiten-unternehmen nutzen die investitionen der telekom. ohne einen cent investiert zu haben.
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Wolfgang schrieb:
am 20. Dezember 2011 um 17:04:17
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Telekom
wir sind auch der meinung die aktionäre der deutschen telekom sollten ein teil als sonderprämie ausgezahlt werden.
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