28.02.2008, 08:39 Uhr | Deutsche Telekom AG
Telekom-Chef René Obermann (Foto: dpa) Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2007 ihre Finanzziele erreicht und zum Teil sogar übertroffen. Das bereinigte EBITDA des Konzerns stabilisierte sich mit 19,3 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau von 19,4 Milliarden Euro. Die Zielsetzung von rund 19 Milliarden Euro konnte sogar übertroffen werden. Ein wesentlicher Grund dafür waren die Kosteneinsparungen von 2,3 Milliarden Euro im Programm „Save for Service“, die über den geplanten 2 Milliarden Euro lagen. Weitere Einsparmöglichkeiten werden ausgelotet. "Sollten sich weitere Potenziale ergeben, werden wir sie nutzen", sagte Vorstandschef René Obermann am Donnerstag in Bonn.
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Free Cash-Flow deutlich gestiegen
Der Free Cash-Flow vor Ausschüttung des Konzerns übertraf mit 6,6 Milliarden Euro sowohl den Vorjahreswert von 6,3 Milliarden Euro (vor Investition für den Erwerb zusätzlichen Mobilfunk-Spektrums in den USA von rund 3,3 Milliarden Euro) als auch die im November bereits angehobene Erwartung von rund 6,5 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz stieg um 10,2 Prozent auf 31,8 Milliarden Euro und machte damit 50,9 Prozent des Konzernumsatzes aus, der um 1,9 Prozent auf 62,5 Milliarden Euro stieg. Getragen wurde dieses Wachstum durch das Mobilfunk-Geschäft, wo der Umsatz um 8,4 Prozent auf 34,7 Milliarden Euro zulegte.
Neukunden-Marktanteil im Breitband-Geschäft gesteigert
Ein Teil des Sparprogramms „Save for Service“ wurde dazu genutzt, die Marktposition des Konzerns insbesondere im Inland zu verbessern: So konnte der Neukunden-Marktanteil (Retail) im deutschen Breitband-Geschäft auf 44 Prozent gegenüber 18 Prozent im Vorjahr deutlich verbessert und im inländischen Mobilfunkgeschäft das Vertragskundengeschäft mit 962.000 Neukunden gegenüber 797.000 im Jahr zuvor weiter ausgebaut werden.
Dividende soll erhöht werden
Auf der Basis dieser positiven operativen Performance, der stabilen Bilanzrelationen des Konzerns sowie der starken Free-Cash-Flow-Generierung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ausschüttung einer um 8 Prozent auf 0,78 Euro je Aktie erhöhten Dividende für das Geschäftsjahr 2007 vor.
Steuereffekte
Vor allem durch die Bildung von Rückstellungen für Restrukturierungen und den weiteren Personalumbau des Konzerns liegt das ausgewiesene EBITDA mit 16,9 Milliarden Euro deutlich unter dem bereinigten EBITDA. Gegenüber dem Vorjahr stieg das ausgewiesene EBITDA um 3,5 Prozent an. Während das Betriebsergebnis des Konzerns mit 5,3 Milliarden Euro auf dem Stand des Vorjahres konstant blieb, ging der bereinigte Konzernüberschuss um 22 Prozent auf 3 Milliarden Euro zurück, was wesentlich durch einen Anstieg der Ertragssteuern von rund 0,4 Milliarden Euro bedingt ist.
Noch deutlicher machten sich Steuereffekte beim ausgewiesenen Konzernüberschuss bemerkbar: Einer positiven Steuerposition von 1,0 Milliarden Euro 2006 steht 2007 ein Steueraufwand von 1,4 Milliarden Euro gegenüber. Während im Vorjahr mit 1,3 Milliarden Euro ein Sonderertrag durch die Aktivierung von Verlustvorträgen in den USA erzielt wurde, stand dem in 2007 eine Sonderbelastung von 0,7 Milliarden Euro in Zusammenhang mit der Einführung der Unternehmenssteuerreform 2008 gegenüber.
Mobilfunk
Das Vertragskundengeschäft der T-Mobile Deutschland verläuft ungebrochen positiv. Im Jahr 2007 hat T-Mobile 962 000 Laufzeitvertragskunden gewinnen können, ein Plus von 20,7 Prozent gegenüber 2006. Ingesamt hat T-Mobile im Inland die Teilnehmerzahl zum Jahresende auf nahezu 36 Millionen erhöht. Diese gute Entwicklung stützten maßgeblich innovative Produkte und Tarife wie der Community-Service MyFaves oder das iPhone.
Die positive Kundenentwicklung im deutschen Mobilfunkgeschäft, insbesondere die gegenüber 2006 höhere Zahl neuer Vertragskunden, hat erste Ergebnisse beim Umsatz gezeigt. Der durch den intensiven Preisdruck auf dem Heimatmarkt verursachte Umsatzrückgang konnte gegenüber dem Vorjahr verringert werden. Mit 8 Milliarden Euro lag der Umsatz bei T-Mobile Deutschland 2,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum nach einem Minus von 4,7 Prozent im Jahr zuvor. Das bereinigte EBITDA lag mit 2,9 Milliarden Euro um 11,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Breitband/Festnetz
Bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zeigte die Konzernstrategie weiter Erfolge. Trotz harten Wettbewerbs und strikter regulatorischer Rahmenbedingungen konnte die Position im operativen Segment Breitband/Festnetz gestärkt werden, insbesondere durch das sehr erfolgreiche Neukundengeschäft im Breitbandmarkt. Die anhaltenden Anschlussverluste im Festnetz, der zunehmende Trend zu Flatrate-Tarifen und die sinkenden Preise bei den Internet-Zugangstarifen haben allerdings den Umsatz weiter belastet. Der Umsatz von T-Home ging im Geschäftsjahr 2007 in Deutschland um 8 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro zurück. Dadurch bedingt sank das bereinigte EBITDA um rund 14,1 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.
Durch die positive Entwicklung der Komplettangebote in Deutschland nimmt T-Home mit einer Neukundenquote von rund 44 Prozent am Breitband-Wachstum im Gesamtjahr 2007 wieder die führende Marktposition im Breitbandmarkt ein.
T-Systems
Das Auslandsgeschäft von T-Systems ist 2007 um 7,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gewachsen. In Deutschland sank der Umsatz dagegen um 10 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom verzeichnete damit zum Jahresende 2007 insgesamt einen Umsatzrückgang von 6,9 Prozent auf 12 Milliarden Euro. Dieser resultiert insbesondere aus rückläufigen internen Umsätzen im Konzern, die um 15,5 Prozent auf 3 Milliarden Euro gesunken sind. Dieser Rückgang zeigt, dass auch T-Systems einen deutlichen Beitrag zum Kostensenkungsprogramm der Deutschen Telekom leistet.
Ausblick
Der Konzern plant für 2008 das bereinigte EBITDA mit rund 19,3 Milliarden Euro und den Free Cash-Flow mit rund 6,6 Milliarden Euro auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2007 zu halten. Auf Basis der soliden Bilanz, eines positiven Netto-Ergebnisses und der starken Free-Cash-Flow-Generierung will die Deutsche Telekom die Politik der Zahlung attraktiver Dividenden beibehalten.
Darüber hinaus soll der Marktanteil von T-Home bei den Neukunden im deutschen Breitband-Markt bei mindestens 45 Prozent liegen. T-Mobile USA soll im laufenden Jahr die Zahl der Kunden organisch – also zusätzlich zum Effekt der Erstkonsolidierung von SunCom – um netto 3 Millionen erhöhen. Das hohe Wachstum im mobilen Daten-Geschäft – ohne SMS und MMS – soll mit einer Steigerung um rund 40 Prozent aufrechterhalten werden.
Für weitere Informationen zur Deutschen Telekom inkl. der detaillierten Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder lesen Sie bitte hier weiter.
Hinweis: T-Online.de ist ein Produkt der Deutschen Telekom AG
Quelle: t-online.de
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