22.11.2011, 14:53 Uhr | dpa, dpa-AFX
Thomas Cook steht vor einem Scherbenhaufen. Anleger fliehen aus den Papieren von Europas zweitgrößtem Reiseveranstalter, nachdem Verhandlungen mit Banken über neue Kredite bekannt wurden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Probleme mit seinen Bargeldreserven. Die Aktie ist mittlerweile nur noch ein Penny-Stock. Allein heute brach der Kurs über 60 Prozent ein und erlitt damit im Tagesvergleich seinen größten Kursverlust aller Zeiten.
Damit rutscht Thomas Cook immer tiefer in die Krise. Offenbar braucht das Unternehmen dringend Geld und führt deshalb Gespräche mit Banken für höhere Kredite. Der Reisekonzern hatte zuvor erklärt, dass die Geschäfte in einigen Handelsbereichen zurückgegangen seien und man Probleme mit Bargeldreserven habe. Das Unternehmen wolle seine "Widerstandfähigkeit" aufgrund eines sich eintrübenden Umfeldes verbessern.
Es gehe aber keinesfalls darum, dass bestehende Kredite nicht zurückgezahlt werden könnten, hieß es. Vielmehr wolle Thomas Cook sich rüsten, falls die Lage weiterhin schwierig bleibe - wie für die Wintersaison traditionell zu erwarten. Die für diesen Donnerstag angesetzte Veröffentlichung von Jahresergebnissen verschob die Geschäftsführung. Sie solle erst dann stattfinden, wenn die Gespräche beendet seien.
"In den vergangenen Monaten ist das Geschäft schlechter gelaufen, als wir vorausgesagt hatten", sagte der Übergangs-Chef der Thomas Cook Group, Sam Weihagen. Auch bei den Schätzungen für die Zahlen der letzten drei Monate 2011, was dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 entspricht, habe man die Erwartungen nicht erreicht. Deshalb sollten die vorläufigen Jahresergebnisse 2010/11 erst dann präsentiert werden, wenn man Rücklagen vorlegen könne. "Wir sind zuversichtlich, dass wir von unseren Kreditgebern Unterstützung bekommen."
Grund für die schlechten Geschäfte sei vor allem die Eurokrise und das derzeitige Klima in Europa. "Das regt nicht gerade die Nachfrage nach Urlaub an", erklärte Weihagen. Zudem mache die Lage in Nordafrika dem Tourismus weiter zu schaffen. Vor allem in Frankreich sei der Markt eingebrochen. Probleme habe man außerdem in Russland. Wegen der Überschwemmungen in Thailand ging die Nachfrage für Reisen nach Bangkok zurück.
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Thomas Cook hatte bereits die Dividende streichen und mit seinen Banken Kreditkonditionen neu verhandeln müssen. Zudem gewährten die Geldgeber einen zusätzlichen kurzfristigen Kredit von 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro). Wegen der Krise musste im August Vorstandschef Manny Fontenla-Novoa seinen Hut nehmen. Man sei auf der Suche nach einem Vorstand, so lange werde er aber weiter übergangsweise die Geschäfte führen, sagte Weihagen.
Medienberichte, denen zufolge Thomas Cook in Großbritannien rund 200 Reisebüros schließen und sechs Flugzeuge stilllegen will, wollte Weihagen nicht kommentieren. Um eine mögliche feindliche Übernahme mache man sich derzeit keine Gedanken. "Aber wir sind eine Aktiengesellschaft. Alles ist möglich." Ein Händler sprach von einer "schlimmen Nachricht", zumal Thomas Cook erst im Oktober mit Neuverhandlungen seinen finanziellen Spielraum ausgeweitet habe. In Reaktion auf die Hiobsbotschaften von der Insel rutschten auch Marktführer Tui und die Lufthansa deutlich ab.
Die Thomas Cook Group betreibt in Deutschland Marken wie Öger Tours, Neckermann, Bucher, Condor oder Air Marin. Zudem unterhält Thomas Cook im großen Stil Reisebüros, in denen sowohl eigene als auch firmenfremde Reisen angeboten werden.
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Quelle: dpa , t-online.de , dpa-AFX
vielflieger schrieb:
am 22. November 2011 um 16:45:41
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purzel von Waldoff
na dann mal viel Spaß. Ich bin in Südamerika mit der Peru-Airline geflogen.Es war eine uralte DC 9. Katastrophal! Ich
bin noch nie luftkrank gewesen. Da wurde ich es aber. Ich war froh, als wir landeten. Wahrscheinlich sind Sie noch nie mit einer solchen Maschine einer " Bananenrepublik " geflogen, sonst würden Sie solche dummen Kommentare nicht abgeben.
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The Big Bad Wolf schrieb:
am 22. November 2011 um 15:55:33
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Thomas Cook
Damals als aus der Condor Thomas Cook wurde ging es schon bergab mit denen aber dank der der übermächtigen Lufthansa und ihrer
Verbindungen
in die Politik Saubermann R. Koch und der Bayern LB, wurde die Aero Lloyd
geopfert. Da waren alle unsere Deutschen HELDEN daran beteilig um die Condor zu retten. So war das damals mit Aero Lloyd wir waren denen von der Technik meilenweit vorraus, die haben bei uns Ersatzteile geholt wenn sie AOG waren.
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josef schrieb:
am 22. November 2011 um 15:45:39
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thomas cook
hat meiner Meinung nach den besten Service in dieser Preisklasse. Ich bin voriges Jahr mit Condor nach Halifax und dieses Jahr
nach Mauritius geflogen. Pünktlich, sauber, die Crew sehr freundlich. Wer allerding erwartet, in einer Condor-maschine Champagner gratis zu bekommen, liegt falsch.
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Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video