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ThyssenKrupp erwägt Verkauf von Transrapid-Technik

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ThyssenKrupp erwägt Verkauf von Transrapid-Technik

21.01.2009, 19:23 Uhr | Spiegel Online

Der Transrapid  - geht das Know How nach China? (Foto: ddp) Der Transrapid - geht das Know How nach China? (Foto: ddp)ThyssenKrupp will nun offenbar doch Transrapid-Technik aus der Hand geben. Einem Zeitungsbericht zufolge erwägt der Industriekonzern, die Technologie seiner Magnetschwebebahn zum Teil an China zu verkaufen. Siemens will die Kernkompetenzen der Technologie bei sich halten. #

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Ab nach China

Nach dem Scheitern des Transrapid-Projektes in München setzt ThyssenKrupp offenbar voll und ganz auf die Verlängerung der weltweit einzigen kommerziellen Magnetbahnstrecke in Shanghai. Dafür sei der Industriekonzern bereit, die Technologie seiner Magnetschwebebahn zum Teil an China zu verkaufen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf industrienahe Kreise. Eine Vereinbarung solle kommende Woche beim Berlin-Besuch des chinesischen Premiers Wen Jiabao unterzeichnet werden.

Für Deutschland ist Transrapid Vergangenheit

Für Deutschland haben Siemens und ThyssenKrupp den Transrapid inzwischen abgeschrieben, was bereits im vergangenen Jahr zu Spekulationen über einen Komplettausstieg geführt hatte. Zuletzt war die geplante Strecke vom Münchener Flughafen in die Innenstadt wegen gestiegener Kosten endgültig verworfen worden.

Kerntechnologie soll wohl bei ThyssenKrupp bleiben

Laut "Handelsblatt" ist unklar, wie weit der Know-how-Transfer gehen soll. Eine Thyssen-Sprecherin wollte den Bericht nicht direkt kommentieren. Sie sagte nur: "Die Kerntechnologie bleibt bei uns." Laut "Handelsblatt" hat ThyssenKrupp dagegen keinerlei Interesse mehr am Transrapid und will tendenziell alles verkaufen.



Bund bekommt eventuell Geld zurück

Das Bundesverkehrsministerium teilte dem "Handelsblatt" auf Anfrage mit, dass der Bund als Förderer der Transrapid-Technologie nicht nur ein Mitspracherecht bei der Veräußerung habe. Er müsse auch an den Einnahmen eines Lizenzverkaufs beteiligt werden. Eine Sprecherin sagte, der Bund habe einen Anspruch auf bis zu 100 Millionen Euro Rückzahlung für seine aus Steuergeldern geleistete Magnetbahn-Entwicklungshilfe.

Keine Verkaufsabsichten bei Siemens

Transrapid-Partner Siemens hat laut Bericht keine Verkaufsabsichten. "Unser vordringliches Ziel war und bleibt, die Kernkompetenzen der Transrapid-Technologie bei Siemens zu erhalten", sagte ein Sprecher. Siemens liefert die Stromversorgung in der Strecke und die komplette Leit- und Sicherungstechnik für den Transrapid.

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Quelle: t-online.de , Spiegel Online

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