ThyssenKrupp geht von einer steigenden Nachfrage aus. (Foto: imago)Angesichts der wieder gestiegenen Stahlnachfrage nimmt ThyssenKrupp einen im März stillgelegten Hochofen in Duisburg wieder in Betrieb. Das teilte ein Unternehmenssprecher mit und bestätigte damit einen Bericht der "Westdeutsche Allgemeine Zeitung". Vom November an soll der Hochofen Roheisen für ein neues Stahlwerk produzieren, das der Konzern im US-Bundesstaat Alabama baut. Außerdem steht der Konzern offenbar vor dem Verkauf einer Tochterfirma.
ThyssenKrupp verwies auf die weltweit gestiegene Stahlproduktion. Diese hat sich, angetrieben vom hohen Wachstum in China, im September weiter erholt, wie der Weltstahlverband jüngst mitteilte. Die Unternehmen produzierten weltweit 107 Millionen Tonnen Stahl. Damit ist das Niveau des Vorjahres fast schon wieder erreicht.
Kurzarbeit gesenkt
Der Duisburger Hochofen, einer von vier am Standort, soll mit Beginn der Produktion im November zusätzlich 4600 Tonnen Roheisen pro Tag herstellen. Dadurch verringert sich auch die Kurzarbeit: 50 bis 60 Mitarbeiter des Stahlkonzerns arbeiten an dem Hochofen, kündigte der Sprecher an.
Auch Zink und Nickel stärker gefragt
Nicht nur bei Stahl gab es positive Signale. Mit Zink und Nickel konnten zuletzt die Preise von zwei anderen Industriemetallen deutlich zulegen, die ebenfalls als Profiteure einer bevorstehenden Konjunkturerholung gelten, kommentierte die Commerzbank.
US-Tochter wird wohl verkauft
Außerdem steht der Stahl- und Industriekonzern Kreisen zufolge kurz vor dem Verkauf eines weiteren Unternehmensteils. Für die amerikanische Tochter Safway, einem der größten Dienstleister rund um den Gerüstbau in Nordamerika, sei ein Käufer gefunden worden. Der Kaufvertrag solle in der kommenden Woche unterschrieben werden. Zuvor hatte bereits die "Rheinische Post" unter Berufung auf Bankenkreise über die bevorstehende Veräußerung berichtet. Ein ThyssenKrupp-Sprecher erklärte, dass die Gespräche weiter liefen.