ThyssenKrupp will laut einem Pressebericht noch mehr Jobs kappen (Foto: ddp)Der Umbau bei ThyssenKrupp könnte drastischer ausfallen, als bislang bekannt. Beim größten deutschen Stahlkonzern könnten rund 4000 mehr Stellen wegfallen als erwartet, wie die "Welt am Sonntag" (WamS) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Allein in den Stahlsparten würden 2000 Jobs gestrichen, weitere 2000 in den anderen Geschäftsfeldern, schreibt die Zeitung. Die Börse reagierte verhalten.
In den von der "WamS" genannten Zahlen ist der bei ThyssenKrupp sowieso schon geplante Personalabbau noch gar nicht enthalten: Im Zuge des geplanten Konzernumbaus sollen Einsparungen in Höhe von 500 Millionen anfallen. Diese Restrukturierung hatte Vorstandschef Ekkehard Schulz erst Ende März verkündet. Die Aktie reagierte im frühen Montagshandel mit einem Minus von 2,2 Prozent auf 17,83 Euro.
Eine neue Holding soll entstehen
Laut dem Pressebericht könnten zudem alle bisher weitgehend eigenständigen Sparten auf die Holding verschmolzen werden. Bei einer Strategiesitzung des Vorstands stehen dem Zeitungsbericht zufolge die Grundzüge der neuen Konzernstruktur auf der Tagesordnung. Demnach sollen die fünf bisher rechtlich eigenständigen Segmente, die als Aktiengesellschaften geführt werden, abgeschafft und auf die Holding verschmolzen werden.
Kein Kommentar von ThyssenKrupp
Ein Konzernsprecher wollte sich im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" nicht zu dem Bericht äußern: "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht", sagte er dem Blatt. Der Vorstand der ThyssenKrupp AG werde dem Aufsichtsrat am 13. Mai seine Überlegungen zur neuen Führungsstruktur zur Beschlussfassung vorlegen.