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ThyssenKrupp: Stahlhersteller verkauft Edelstahlsparte

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ThyssenKrupp verkauft Edelstahlsparte

31.01.2012, 15:17 Uhr | dapd

Flachstahlrolle in einem Stahlwerk der ThyssenKrupp AG (Quelle: dapd)

Flachstahlrolle in einem Stahlwerk der ThyssenKrupp AG (Quelle: dapd)

Deutschlands größter Stahlhersteller ThyssenKrupp gibt nach 100 Jahren die Produktion von Edelstahl auf. Der Essener Traditionskonzern verkauft seine zuletzt tiefrote Zahlen schreibende Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Wettbewerber Outokumpu. Der Wert der Transaktion beträgt 2,7 Milliarden Euro. Der Verkauf bedarf allerdings noch der Zustimmung der Aufsichtsräte und der zuständigen Regulierungsbehörden.

Neuer Weltmarktführer beim Edelstahl

ThyssenKrupp berichtete, zwischen den Unternehmen sei eine grundsätzliche Einigung über die Zusammenführung von Outokumpu und Inoxum erzielt worden. Der Vorstand von ThyssenKrupp habe dem Schritt bereits zugestimmt. Auch mit den Arbeitnehmervertretern sei dank umfangreicher Beschäftigungs- und Standortgarantien eine Einigung erzielt worden.

Durch den Zusammenschluss von Inoxum und Outokumpu entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlbereich mit 18.000 Beschäftigten und mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz. An dem neuen Unternehmen wird ThyssenKrupp nach dem Zusammenschluss zunächst mit 29,9 Prozent beteiligt sein. Darüber hinaus erhält der Konzern einen signifikanten Teil des Kaufpreises in Bar. Outokumpu werde außerdem Schulden von Inoxum übernehmen, hieß es.

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Wichtiger Durchbruch bei Entschuldung

Für ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger ist der Verkauf des Sorgenkindes ein wichtiger Durchbruch bei seinen Bemühungen, den Schuldenberg des Essener Konzerns abzubauen und das Unternehmen weniger abhängig vom konjunkturanfälligen Stahlgeschäft zu machen. Darüber hinaus will er sich von großen Teilen des Autozuliefergeschäfts trennen. Die Einnahmen will er nutzen, um die Technologiesparte des Konzerns auszubauen und das Wachstum in Schwellenländern zu forcieren.

Beschäftigungsgarantie für Inoxum-Beschäftigte

Zuletzt hatten sich vor allem die IG Metall und die Beschäftigten gegen den Zusammenschluss gesperrt, weil sie massive Arbeitsplatzverluste befürchteten. In "äußerst schwierigen Verhandlungen" mit Outokumpu und ThyssenKrupp sei es aber gelungen, weitreichende Standort- und Beschäftigungsgarantien zu erreichen, berichtete die IG Metall. Betriebsbedingte Kündigungen sind demnach in der Edelsstahlsparte bis Ende 2015 ausgeschlossen.

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Stahlwerk wird geschlossen

Doch musste die Gewerkschaft auch Zugeständnisse machen. So soll das Stahlwerk in Krefeld Ende 2013 geschlossen werden. Doch werde das Kaltwalzwerk am Standort erhalten und zum Forschungs- und Entwicklungszentrum ausgebaut, hieß es. Ursprünglich hatten die Unternehmen nach IG-Metall-Angaben angestrebt, auch die Flüssigphase in Bochum kurzfristig zu schließen. Sie soll jetzt jedoch mindestens bei Ende 2016 erhalten werden.

Die Geschichte der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte begann vor knapp 100 Jahren. Am 17. Oktober 1912 meldete der Krupp-Konzern beim Reichspatentamt in Berlin die "Herstellung von Gegenständen, die hohe Widerstandskraft gegen Korrosion erfordern ..." zum Patent an. Unter dem Markennamen Nirosta begann die Erfindung danach ihren Siegeszug um die Welt.

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Quelle: dapd

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Kommentare (8)

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Thema: "ThyssenKrupp: Stahlhersteller verkauft Edelstahlsparte"

pacelmo schrieb: am 31. Januar 2012 um 15:54:36
(0) (2) Krupp, Edelstahl
Was soll man denn bei " seit Jahren tiefroten Zahlen" anders tun, Ihr Schlauberger?! Mit Jammern u. dümmlichem
Nationalismus kommt man der 'Globalisierung' nicht bei, Warum - so schlägt einer vor - hat denn wohl die Gewerkschaft nicht zugegriffen? Nu ja, die sind weder ganz so doof noch etwa zu arm: Wen's Sinn machte, hätten die Gewerkschaftsbonzen, aber dann müßten Sie statt Mkelreden zu halten u. gegen die da oben zu hetzen, Verantwortung übeernehmen und womöglich gar arbei
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Herrmann@Redaktion schrieb: am 31. Januar 2012 um 15:53:43
(1) (0) 1929 -32
Auch wenn Sie den Kommentar von mir nicht bringen, die Parallelen sind DA.

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He schrieb: am 31. Januar 2012 um 15:26:29
(4) (1) Verkauf
Der Ausverkauf,ist der Anfang vom Ende eines Landes.Das dürfte nicht zugelassen werden.Stahlwerke an China verkauft.Jetzt an
Finnland.Das kann auch abhängigkeit bringen.Wir müssen dann teuer im Ausland einkaufen.Vielleicht gar hier in Deutschland,bei ausländischen Firmen arbeiten.Das darf nicht sein,an die Zukunft denken.
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