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ThyssenKrupp warnt wegen Flut vor teurem Stahl

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ThyssenKrupp warnt wegen Flut vor teurem Stahl

04.01.2011, 15:13 Uhr | Financial Times Deutschland

ThyssenKrupp warnt vor teurem Stahl (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Stahlarbeiter von ThyssenKrupp in Duisburg (Foto: dpa)Die Flutkatastrophe in Australien schlägt auch Wellen auf dem Stahlmarkt: Der größte deutsche Stahlproduzent ThyssenKrupp rechnet mit steigenden Stahlpreisen. Zwar ließen sich die Folgen der Unwetter in Australien noch nicht abschätzen, sagte ein Sprecher. Die Spotmarktpreise für Kohle seien zuletzt aber merklich angestiegen. Das werde sich im zweiten Quartal auf die Bezugspreise auswirken. ThyssenKrupp werde versuchen, die steigenden Kosten über höhere Stahlpreise an seine Kunden weiterzugeben.

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Stahlpreis steigt wegen teurer Kohle

Australien ist der größte Kohleexporteur der Welt. Laut Analysten sind die Kurse für Kohle an den Spotmärkten - hier wird der kurzfristige Handel abgewickelt - inzwischen um zehn Prozent gestiegen. Weitere Steigerung werden erwartet. Betroffen vom Hochwasser ist gut ein Drittel der australischen Abbaukapazitäten. Viele Häfen und Bahnstrecken sind höchstens eingeschränkt nutzbar.

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Australische Kohle weltweit gefragt

Australien lieferte laut den aktuellsten Zahlen des Kohleverbandes zuletzt 261 Millionen Tonnen oder 28 Prozent des Weltmarktanteils. Bei Kokskohle zur Stahlherstellung lag der Anteil sogar bei 59 Prozent. Stärker als auf ThyssenKrupp dürften die Auswirkungen des Hochwassers auf die asiatischen Konkurrenten sein. Auch chinesische Stahlhersteller müssen wegen des großen Bedarfs mittlerweile Kohle aus dem Ausland importieren.

Starke Schwankungen bei Rohstoff-Preisen

ThyssenKrupp kauft wie die meisten anderen europäischen Stahlhersteller seine Rohstoffe über langfristige Kontrakte und nicht am kurzfristigen Spotmarkt ein. Seit Frühjahr 2010 gelten für die Verträge allerdings nur noch quartalsweise festgeschriebene Preise, diese werden als Durchschnittswert aus den Sportmarktkursen der Vorquartals gebildet. Zuvor gab es jahrzehntelang Jahresverträge, was den Stahlherstellern eine größere Planungssicherheit gab.


Quelle: Financial Times Deutschland

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