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ThyssenKrupp zahlt Dividende trotz Milliardenverlust

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ThyssenKrupp zahlt Dividende trotz Milliardenverlust

27.10.2009, 10:24 Uhr | dpa-AFX

ThyssenKrupp schüttet wohl auch für das Geschäftsjahr 2008/2009 Dividende aus (Foto: ddp)ThyssenKrupp schüttet wohl auch für das Geschäftsjahr 2008/2009 Dividende aus (Foto: ddp)Der Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKruppwird nach einem Zeitungsbericht trotz eines erwarteten Milliardenverlusts eine Dividende zahlen. Die Unternehmensführung und der Großaktionär, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, hätten sich grundsätzlich darauf verständigt, für das Geschäftsjahr 2008/09 mindestens 30 Cent pro Aktie auszuschütten, schreibt die "Welt" unter Berufung auf Konzernkreise.

Ausschüttung niedriger als erwartet

Ein formeller Beschluss des Vorstands stehe allerdings noch aus. ThyssenKruppwar zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein Händler schätzte diese Nachricht als unbedeutend für den Kursverlauf ein. Es sei bereits bekannt, dass die Stiftung das Management dazu dränge, trotz des deutlichen Verlustes eine Dividende auszuzahlen. Zudem sei die Ausschüttung niedriger als erwartet ausgefallen, ergänzte der Börsianer.

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Bereits rund 800 Millionen Euro im Minus

Wegen der Wirtschaftskrise steuert ThyssenKrupp in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 auf einen Milliardenverlust zu. Nach neun Monaten betrug das Minus unterm Strich 829 Millionen Euro. Nicht nur die eingebrochene Stahlnachfrage belastet das Unternehmen. Auch die Werften und der Autozuliefer-Bereich wurden von der Flaute hart getroffen.


Noch mehr Jobs könnten wegfallen

Der Ausfall der Dividende träfe besonders die Stiftung um ihren Vorsitzenden Berthold Beitz hart. Im Geschäftsjahr 2007/08 hatte der Konzern unterm Strich noch knapp 2,3 Milliarden Euro verdient und 1,30 Euro je Papier an seine Aktionäre ausgeschüttet. Wegen der Krise fielen im vergangenen Geschäftsjahr netto 12.000 Stellen weg, im laufenden Geschäftsjahr könnten es weitere 15.000 bis 20.000 werden.


Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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