06.02.2012, 20:00 Uhr | dpa-AFX, t-online. de - sky, cd
Portugal ist das nächste Griechenland - der Markt hat das iberische Land abgehakt. Die Investoren flohen aus Angst vor einer Staatspleite in der nicht enden wollenden Schuldenkrise aus portugiesischen Staatsanleihen, die Kurse fielen. Umgekehrt zog die Rendite nun auf den Rekordstand von 23 Prozent davon.
Für das kleine Nachbarland Spaniens kletterten die Renditen für Staatstitel auf Rekordstände seit Einführung des Euro. Im Tagesvergleich legten sie sprunghaft zu. Das bedeutet, dass die Anleger die Hoffnung auf eine Rückzahlung der Anleihen verloren haben.
Besonders stark stieg die Rendite der zweijährigen Staatsanleihe Portugals. Im Vergleich zum Freitag legte sie zeitweise um fast sechs Prozentpunkte auf rund 21 Prozent zu. Bei den Fünfjährigen kletterte die Rendite um fast vier Prozentpunkte auf rund 23 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe stieg etwa halb so stark um rund zwei Prozentpunkte auf rund 17 Prozent.
Aus dem Handel war zu hören, die Europäische Zentralbank (EZB) interveniere am Markt mit Anleihekäufen. Die Prämien für Kreditausfallversicherungen (CDS) auf portugiesische Staatsanleihen legten ebenfalls stark zu und stiegen auf Rekordstände. Händler verwiesen insbesondere auf die zähen Verhandlungen über einen Schuldenschnitt in Griechenland, die auch am portugiesischen Markt auf die Stimmung drückten. Damit gerät Portugal, das derzeit durch Mittel des Rettungsfonds EFSF refinanziert wird und damit nicht auf den freien Kapitalmarkt angewiesen ist, immer mehr in den Fokus der Marktteilnehmer.
Experten bezweifeln, dass das Land seine Schuldensituation in den Griff bekommen kann. Unlängst hatte das Kieler Institut für Weltwirtschaft IfW eine Studie veröffentlicht, wonach auch in Portugal ein Schuldenschnitt über kurz oder lang unausweichlich ist. Nach derzeitigen Planung soll Portugal im Laufe des kommenden Jahres wieder an den Kapitalmarkt zurückkehren. Angesichts der aktuellen Risikoaufschläge für Portugal wäre dies derzeit faktisch unmöglich.
Das fordert die IWF-Chefin in Davos. Indes soll Griechenland seine Budgetkontrolle abgeben. zum Video
Die EZB hatte in der vergangenen Woche kaum Staatsanleihen angeschlagener Euro-Staaten gekauft. Die EZB habe Anleihen in einem Volumen von 63 Millionen Euro erworben, teilte die Notenbank in Frankfurt mit. In den beiden Vorwochen hatte die EZB noch Anleihen im Wert von 2,25 Milliarden Euro und 3,77 Milliarden Euro am sogenannten Sekundärmarkt gekauft. Dort werden bereits ausgegebene Staatstitel gehandelt. Insgesamt summiert sich das Volumen der EZB-Anleihekäufe den Angaben zufolge weiterhin auf 219 Milliarden Euro. Die Notenbank hatte im Frühjahr 2010 mit dem Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder begonnen.
Quelle: t-online.de , dpa-AFX
Kritik schrieb:
am 22. Februar 2012 um 13:17:26
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Portugal Todeszins
zu xicht - einfach nur daneben, gelinde gesagt. Schon mal überlegt, dass viele bei Hartz IV unverschuldet in die
Situation gekommn sind. Wünsche Ihnen ebenfallls H IV.
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leseer123 schrieb:
am 2. Februar 2012 um 16:54:18
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Portugal
Wenn GR Geld zur Verfügung gestellt bekommt, dann auch Portugal. Wir können nicht mit zweierlei Maß handeln. Aber ich glaube,
daß P eine effizientere Verwaltung als GR hat, und dort GR-Probleme eher gelöst werden könnten. Warten wir die nächsten EU-Gipfel ab. D + F werden sich schon was einfallen lassen. Noch mehr Schulden, was soll's. In Davos wurde unserer Kanzlerin doch gesagt, daß wir noch mehr zahlen sollen. Auf, auf also.
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Uwe 1,5 schrieb:
am 31. Januar 2012 um 16:00:32
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Portugal
wiso kommen Anleihezinsen von 23% ins gespräch,wenn Portugal doch momemtan nicht auf den Freien Markt angewiesen ist?? Nicht auf
den Freien Markt angewiesen sein heißt,ein Staat wirft keine Anleihen auf den Markt um sich zu Finanzieren!! Auf Altanleihen Portugals, welche Banken&Hedge Fonds halten,gibt es einen festgelegten Zinssatz,der nicht nachträglich erhöht werden darf!! Hoffentlich mauschelt Portugal jetzt nicht genau wie GR und bescheisst die Retter..EU/IWF/EFSF
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