27.01.2011, 13:02 Uhr | dpa / t-online.de/business
Biermarken gibt es viele - aber wer zählt zu den Top Ten? (Foto: imago)
Deutschland, Land der Biertrinker: Stimmt das noch? 2010 wurde hierzulande so wenig wie selten davon getrunken. Auch wenn die kleinen und lokalen Brauereien aufholen, den Markt beherrschen die großen Namen der Bierwelt. Aber auch die mussten 2010 Absatzeinbußen hinnehmen. Wir zeigen Ihnen, wer trotzdem gute Geschäfte machte: Das Fachmagazin "Inside" hat die Top Ten der deutschen Biere ermittelt.
Für die Marken-Hitliste hat "Inside" bereits vorliegende Daten der Unternehmen hochgerechnet, da die Brauereien ihre Zahlen zum Teil noch nicht veröffentlicht haben. Das Ergebnis: Die Rangliste der am meisten getrunkenen Biere 2010 weist alte Bekannte auf: Spitzenreiter des Rankings sind Oettinger, Krombacher und Bitburger.
In die Liste eingegangen sind auch Biermischgetränke und alkoholfreies Bier. Bei Oettinger, Beck's und Hasseröder ist nur der Inlandsabsatz berücksichtigt. Die Marke Bitburger wuchs nach Unternehmensangaben im Inland um 2,1 Prozent.
Insgesamt musste die Bierbranche im letzten Jahr eine Flaute verkraften - Fußball-WM und Niedrigpreisen zum Trotz. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank 2010 auf den historischen Tiefstand von 101,8 Litern, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Auch der heiße Sommer konnte die Brauer nicht aus ihrer Dauerkrise retten. Die traurige Folge für den Bierfreund: Nun drohen Preiserhöhungen. Lediglich der Export legte 2010 zu und zwar kräftig um 5,9 Prozent auf 14,9 Millionen Hektoliter.
Das hiesige Bierland Nummer eins bleibt Nordrhein-Westfalen, wo fast jeder vierte Liter (24,7 Prozent) des Gesamtabsatzes verkauft wurde - es folgt Bayern mit 21,9 Prozent. Den stärksten Anteil an der Ausfuhr mit 31,1 Prozent hatte das Gebiet Niedersachsen/Bremen mit der exportorientierten Beck's-Brauerei.
Auf dem inländischen Markt gehörten die Bremer nach der Auswertung von "Inside" mit einem Absatzminus von 9,4 Prozent ebenso wie die Marke Hasseröder (minus 10,7 Prozent) zu den großen Verlierern. Auch Oettinger verlor 3,8 Prozent, während Veltins vor allem mit Pils und Mixgetränken um 4,8 Prozent zulegen konnte. Insgesamt machen die Mischungen nur rund vier Prozent des Absatzes aus und mussten 2010 ebenfalls Verluste von 2,7 Prozent hinnehmen.
Der Deutsche Brauerbund nannte neben der demografischen Entwicklung vor allem das ungünstige Wetter als wichtigen Grund für den Rückgang. Die heißen Sommermonate Juni/Juli hätten die Kälte zu Jahresbeginn und dauerhafte Regenfälle in der zweiten Jahreshälfte nicht kompensieren können. Man können daher nur von einem sehr kurzen Sommermärchen sprechen. Für dieses Jahr hoffe man auf einen positiven Verlauf der Fußballweltmeisterschaft der Frauen im eigenen Land.
Quelle: dpa
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