01.06.2011, 13:14 Uhr | bv
Die ehemaligen Fecht-Champions Elmar Borrmann und Thomas Gerull haben nach Medienberichten einen hohen Verlust mit von ihnen gemanagten Fonds erlitten. Das "Handelsblatt" schreibt unter Berufung auf eigene Informationen, die Anleger hätten mehr als 150 Millionen Euro verloren. Die Verluste beträfen die Fonds der Frankonia-Gruppe (heute: Deltoton) und der Capital Sachwert Alliance (CSA).
Die Frankonia-Gruppe habe unter anderem Aktien der Cargolifter AG gekauft, die später Insolvenz anmeldete. Die Verluste für die Anleger sollen sich neben den fehlgeschlagenen Investitionen auch aus den Kosten ergeben haben, die den Kunden berechnet wurden. Die Anleger haben daraus offenbar bereits Konsequenzen gezogen: Von ursprünglich 50.000 Fonds-Besitzern sollen nach "Handelsblatt"-Informationen nur noch 20.000 übrig sein.
Borrmann hatte mit der deutschen Fechtmannschaft zwei olympische Gold- und eine Silbermedaille gewonnen. Bei Fechtweltmeisterschaften konnte er weiteres Edelmetall einheimsen, darunter drei Goldmedaillen. Gerull kann ebenfalls olympisches Silber sowie WM-Gold und -Silber vorweisen.
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Mitte der 90er Jahre machten sich die beiden Fechter dann laut "Handelsblatt" mit der Frankonia-Gruppe am grauen Kapitalmarkt selbstständig, bevor sie 2004 wieder getrennte Wege gingen. Borrmann machte demnach mit den Fonds der CSA weiter und verkaufte die Verwaltungsgesellschaft 2009. Gerull halte bis heute die Mehrheit an der Deltoton, hieß es.
Die Deltoton GmbH schreibt auf ihrer Internetseite, bis 2002 seien Investoren Unternehmensanteile in Form einer atypischen stillen Beteiligung angeboten worden. Seitdem sei die Emissionsphase beendet und die Gesellschaft befinde sich "plangemäß in der Auszahlungsphase für ihre Anleger", deren Zahl "im März 2009 bei ca. 13.000" gelegen habe.
Das Handelsblatt zitierte aus einer E-Mail von Deltoton-Mitgeschäftsführer Stephan Kaufhold: "Wie Ihnen wahrscheinlich bekannt sein wird, emittieren wir seit acht Jahren nicht mehr und sind insofern nicht mehr am Markt aktiv. Wir haben daher kein Interesse daran, an Ihrem Bericht mitzuwirken."
CSA-Geschäftsführer Slobodan Cvetkovic sagte dem "Handelsblatt", die betreffenden Fonds hätten "in den letzten Monaten" eine "positive Geschäftsentwicklung" gehabt. Die Stornoquoten der Anleger seien "vernachlässigbar klein". Borrmann und Gerull wollten sich den Angaben zufolge gegenüber dem "Handelsblatt" nicht äußern.
Quelle: t-online.de
brueggeresch schrieb:
am 1. Juni 2011 um 12:08:24
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Und wieder ist der kleine Mann reingefallen.
Die Herren "Fondsmanager" haben sicherlich Ihr Schärflein im trockenen und können wg.
Mangel an verfügbarem Kapital (sprich: Pleite) nicht haften. Der kleine Mann hat sein Geld verlohren, wie bei vielen Kapitalspielchen. Es ist zwar "verbrannt" aber nicht weg--es hat nur ein anderer.
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