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Toyota steckt weiter in der Krise

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Toyota erwartet wenig von diesem Jahr

13.06.2011, 12:42 Uhr | Financial Times Deutschland

Zerstörter Verkaufsraum von Toyota in Japan (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)Zerstörter Verkaufsraum von Toyota in Japan (Foto: Reuters)Der weltgrößte Autobauer Toyota rechnet in Folge der Katastrophe in Nordostjapan mit deutlichen Ertragsrückgängen. Der Betriebsgewinn dürfte im laufenden Geschäftsjahr 2011/2012 um 35,9 Prozent auf 300 Milliarden Yen (2,6 Milliarden Euro) fallen. Analysten hatten nach den jüngsten Quartalszahlen mit einem Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen nur ein moderates Minus um 2,1 Prozent auf umgerechnet rund 161 Milliarden Euro. Toyotas Geschäftsjahr endet im März.

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Zerstörte Fabriken in Japan

Die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe hatte den Konzern besonders hart getroffen, die Produktion musste teils unterbrochen werden. Fabriken wurden zerstört oder beschädigt, bei heimischen Zulieferern fiel teils die Fertigung aus. Toyota stellt etwa 40 Prozent seiner Fahrzeuge in Japan her. Bei den Konkurrenten Honda und Nissan sind es nur etwa 25 Prozent.

Nach den Millionen-Rückrufen der vergangenen Jahre, die das Unternehmen vergleichsweise glimpflich weggesteckt hatte, steht dem Autobauer also ein weiteres hartes Jahr bevor. Dass dieses Jahr mau laufen wird, hatten schon die Quartalszahlen gezeigt, die Toyota Mitte Mai vorgelegt hatte. Der Betriebsgewinn hatte sich zwischen Januar und März auf umgerechnet 396 Mio. Euro halbiert - obwohl sich das Erdbeben erst gegen Ende dieses Zeitraums ereignet hatte, am 11. März.

Toyota erst wieder ab November auf altem Niveau

Endgültig auf altem Niveau laufen wird die Produktion nach jetzigem Stand erst wieder im November, schätzt das Management. Allerdings konnten bisher schon einige Fabriken wieder rascher produzieren als zunächst befürchtet. So gibt sich das Management auch optimistisch, das Unternehmen in den kommenden Monaten zu alter Stärke zurückzuführen.

Dennoch: Toyota plagen derzeit weitaus größere Probleme als die Rivalen, die nicht so stark auf Japan fixiert sind und daher auch weniger unter den Folgen des Bebens leiden. Ihren Platz an der Weltspitze der Autobranche wurden die Japaner auch schon los - zumindest in den drei Monaten zu Jahresanfang. Von Januar bis März lieferte das Unternehmen 2,1 Millionen Fahrzeuge aus und fiel damit hinter seinen US-Rivalen General Motors zurück, der im ersten Quartal 2,2 Millionen Autos verkaufte. VW  wurde knapp zwei Millionen Fahrzeuge an die Kundschaft los und belegte damit Rang drei.

Ob GM so stark bleibt, ist fraglich - schon allein, weil sich die Aussichten für den Automarkt in den USA eintrüben. Analysten rechnen damit, dass VW als Europas größter Autobauer seinen japanischen Konkurrenten noch bis zum Jahresende überholen wird. Eigentlich hatten die Wolfsburger das Ziel erst 2018 erreichen wollen.



Quelle: Financial Times Deutschland

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