03.02.2011, 15:08 Uhr | dpa-AFX, bab
Bayer dampft Schering ein (Foto: imago) (Quelle: imago)
Der Traditionsname Schering ist in der Wirtschaft nur noch Geschichte. Fünf Jahre nach der Übernahme des Berliner Großunternehmens durch Bayer ändert die Bayer Schering Pharma AG ihren Namen und firmiert künftig als "Bayer Health Care Pharmaceuticals". Die Zentrale des Pharmageschäfts verbleibt jedoch in Berlin.
Die Umbenennung, die das Markenprofil von Bayer schärfen soll, war von der Öffentlichkeit kaum bemerkt bereits im November des vergangenen Jahres angekündigt worden. Der Konzern hatte die zuvor eigenständige Schering AG 2006 als "weißer Ritter" für 16,5 Milliarden Euro übernommen und als "Bayer Schering Pharma AG" weitergeführt. Die Schering AG war 1871 als "Chemische Fabrik auf Actien" in Berlin gegründet worden.
Dem Zusammenschluss vorausgegangen war ein wochenlanger Kampf mit dem Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck, der mit der Unterstützung internationaler Großbanken eine feindliche Übernahme von Schering versucht hatte. Nachdem sich Merck bereits große Teile des Grundkapitals von Schering sichern konnte, trat überraschend Bayer auf den Plan und legte nicht nur ein deutlich höheres Angebot vor, sondern auch eine Einigung mit dem Management von Schering.
Merck gab sich dennoch nicht gleich geschlagen und versuchte bis zuletzt die Übernahme durch den Zukauf von Schering-Aktien zu torpedieren. Erst wenige Stunden vor Ablauf der Annahmefrist des Bayer-Kaufangebotes lenkten die Darmstädter ein und boten dem Leverkusener Chemie- und Pharmariesen ihr Schering-Aktienpaket in Höhe von knapp 22 Prozent zum Kauf an. So musste Bayer am Ende viel tiefer in die Tasche greifen und letztendlich rund 17 Milliarden Euro für die Übernahme zahlen.
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Quelle: bab , dpa-AFX
zwergomil schrieb:
am 1. Februar 2011 um 11:09:56
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Bayer Schering Pharma AG
Man kann nur hoffen, das Herr Dekkers den Standort Berlin nicht auch noch in frage stellt. Schering ist ein Stück
Berlin.
Herr Dekkers hat über zwanzig Jahre lang in den USA gearbeitet, zuletzt als Chef des Laborausrüsters Thermo Fisher Scientific. Den hat er mächtig durcheinandergewirbelt. Er verkaufte 45 Geschäftseinheiten, schloss die Hälfte der 130 Fabriken, trennte sich von 5000 der 13 000 Beschäftigten. Gleichzeitig übernahm er einen größeren Konkurrenten, verfünffachte Umsatz und Gewinn
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