09.11.2011, 11:58 Uhr | dapd, dpa-AFX
Noch brummt die deutsche Wirtschaft - die deutschen Arbeitnehmer haben deshalb aber nicht mehr Geld im Portemonnaie: Die Reallöhne der Beschäftigten hierzulande sinken. Trotz des Aufschwungs und der Klagen über einen Mangel an Fachkräften seien die Lohnsteigerungen zuletzt deutlich hinter der Inflation zurückgeblieben, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".
Das Blatt beruft sich dabei auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach sank das monatliche Realeinkommen eines mittleren Angestellten in Deutschland zwischen 2008 und 2010 um 1,5 Prozent, seit 2005 um sieben Prozent.
Das bedeutet einen deutlichen Kaufkraftverlust. Nach den DIW-Berechnungen lag das durchschnittliche reale Bruttoeinkommen - also unter Einbeziehung der Inflation - 2005 bei 2087 Euro. Fünf Jahre später habe es nur noch 1941 Euro erreicht.
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Der Lohndruck trifft demnach nicht nur Geringqualifizierte. Auch die Stundenlöhne von Hochschulabsolventen sind laut dem Bericht seit 2005 gesunken. Die Daten für die DIW-Studie stammen aus dem sozioökonomischen Panel, einer jährlichen Umfrage unter mehr als 20.000 Bundesbürgern. Damit werden auch Teilzeit, Zeitarbeit und befristete Verträge erfasst. Nicht berücksichtigt werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Prämien.
Etwas besser als den Arbeitnehmern geht es den Rentnern: Weil die Arbeitslosigkeit gesunken ist, steigen die Beitragseinnahmen der Rentenkassen und damit die Renten. Trotzdem gleicht die erwartete Rentenerhöhung für das kommende Jahr die Inflation nur in Ostdeutschland aus.
Dass sich der Trend im laufenden Jahr dreht, ist laut dem Bericht unwahrscheinlich. Zwar seien im zweiten Quartal einige Lohnerhöhungen wirksam geworden, betonen die Studienautoren. Doch "für den weiteren Verlauf des Jahres sind wieder nur moderate Lohnanhebungen zu erwarten".
Das Statistische Bundesamt kommt für tariflich bezahlte Vollzeitbeschäftigte zu besseren Ergebnissen. Sie konnten dank Sonderzahlungen, hoher Tarifabschlüsse und längerer Arbeitszeiten im zweiten Quartal dieses Jahres über 1,9 Prozent höhere Reallöhne verfügen als noch vor einem Jahr, wie das Bundesamt im September mitgeteilte hatte. Bereits im ersten Quartal hatten hier die Reallöhne mit einer Steigerung von zwei Prozent überdurchschnittlich stark angezogen. Im Gesamtjahr 2010 waren die Reallöhne um 1,5 Prozent gestiegen.
Quelle: dpa-AFX , dapd
Ein Bayer schrieb:
am 23. November 2011 um 18:24:52
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Reallöhne
Jeder kann und darf Wählen aber halt die jetzigen nicht !!
Nicht Jammern sonder Merken
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Rena schrieb:
am 9. November 2011 um 14:53:55
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sinkende Reallöhne
werde seit 4,5 Jahren 30 Prozent unter Tarif bezahlt. Nun endlich eine Lohnerhöhung. Sage und schreibe 1,5 Prozent.
Das
ist gerade mal eine Kiste Kölsch im Monat. Na, Prima.
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Hinnerk schrieb:
am 7. November 2011 um 12:05:16
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Reallöhne
Die Reallöhne sind nachweislich permanent gesunken!Das ist Fakt,unsozial bzw.unverschämt,aber von der Wirtschaft u.der von ihr
diktierten Politikerklasse so gewollt !Ausbeutung,Lohndumping,Zerstörung der sozialen Marktwirtschaft,ist das Ziel dieser Protagonisten!Auch die sozial schwächsten wie Geringverdiener,Leiharbeiter, Arbeitslose u. immer mehr Rentner,sind auf Grund der gestiegenen Lebenshaltungskosten davon betroffen!Nach 40-50 vollen Beitragsjahren 1000-1100 € Rente?
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