07.11.2011, 13:49 Uhr | dpa-Afx
Der Reisekonzern TUI will sich in Griechenland gegen eine mögliche Währungsumstellung von Euro auf Drachme absichern. "Das ist auch im Sinn der Urlauber", bestätigte Konzernsprecher Robin Zimmermann einen Bericht der "Bild-Zeitung".
Der "Bild" liegt ein Brief vor, wonach die griechischen Hoteliers aufgefordert werden, einen neuen Vertrag vor dem Hintergrund einer möglichen Währungsumstellung zu unterschreiben.
"Wenn der Euro nicht mehr die Währung sein sollte ..., ist TUI berechtigt, die Geldsumme in der neuen Währung zu bezahlen. Der Wechselkurs richtet sich nach dem von der Regierung vorgegebenen Wechselkurs" zitiert "Bild" aus dem Schreiben. Der griechische Hotelierverband habe empört auf die Forderung des Reisekonzerns reagiert, schreibt das Blatt weiter.
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"Alle TUI-Töchter müssen generell schauen, dass sie gegen Wechselkursschwankungen abgesichert sind", erklärte Zimmermann. Hintergrund des Briefes, der laut Zimmermann von den skandinavischen TUI-Töchtern stammt, ist die Befürchtung, dass Griechenland den Euro-Raum verlassen und die Drachme wieder einführen könnte.
Ökonomen gehen davon aus, dass eine neue griechische Währung direkt nach der Einführung massiv an Wert verlieren könnte. Für diesen Fall will TUI Zahlungen an griechische Hotels absichern.
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Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht derweil keine Möglichkeit mehr für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. "Die Griechen haben keine Chance, im Euro-Raum wettbewerbsfähig zu werden. Sie müssten ihre Löhne um die Hälfte senken. Das geht nur durch Austritt und Abwertung", sagte Sinn der "Wirtschaftswoche". Auch wenn es keine Rechtsgrundlage für einen Austritt gebe, sei die Trennung vom Euro möglich. "Alles ist technisch machbar, die Trennung der Tschechischen Republik von der Slowakei hat es gezeigt", sagte Sinn.
Dem "Spiegel" sagte der Experte, für eine Währungsumstellung müssten die griechischen Banken für eine Woche geschlossen werden. Alle Konten, Bilanzen und Staatsschulden würden auf Drachme umgestellt. Anschließend würde die Drachme abgewertet, um Griechenland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Der Schaden für die Euro-Zone werde sich in Grenzen halten. "Es gibt ein lokales Gewitter, und dann scheint wieder die Sonne", so Sinn.
Um ein panikartiges Abräumen der Euro-Guthaben bei Banken zu vermeiden, müsste die Regierung in Athen die Rückkehr zur Drachme heimlich vorbereiten. "Am besten führt man die Währungsreform an den Weihnachtsfeiertagen durch", sagte der Währungsexperte Manfred Neumann, Professor an der Universität Bonn, der "Wirtschaftswoche". Man müsse dann das ganze Land abschotten. Die Grenzen müssten geschlossen werden, Banküberweisungen wären verboten, um den Abfluss von Geldern einzudämmen. Auch der internationale Flug- und Bahnverkehr würde eingestellt. "Um die neuen Scheine zu drucken, braucht man etwa drei Tage", sagt Neumann.
Allerdings ist der Abfluss von großen Geldbeträgen aus Griechenland nach Expertenmeinung längst im Gange. So berichten etwa Immobilienmakler in Berlin oder London von einem sprunghaften Interesse griechischer Investoren. Mit dem Kauf von Häusern oder Wohnungen wird Geld außerhalb Griechenlands sicher angelegt.
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Quelle: dpa-AFX
hoppla schrieb:
am 7. November 2011 um 15:36:08
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Griechische Drachmen
In meinem alten Währungsbeutel habe ich jede Menge alte Drachmen gefunden.Wie schön ist es, zu lesen, daß TUI-Reisen
damit bezahlt werden können. Froh bin ich auch über alte LIRE-Geldnoten, werde ich die auch bald vielleicht bei Neckermann-Reisen gebrauchen können ? Und wie sieht es mit den DM-Spargeldern die angeblich noch in Sparstrümpfen vor sich hin dämmern ? Fahren wir demnächst damit wieder nach Norderney ? Ich freue mich schon auf`s neue (alte) Geld. Die Politik wirds schon richten !.!
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Athos schrieb:
am 7. November 2011 um 14:44:53
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Drachme
Gebt uns den Euro, wir geben Euch die Drachme, Danke!
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Amerika schrieb:
am 7. November 2011 um 13:22:29
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Nur Griechenland
Es gehören inzwischen schon viel zuviele Staaten zur EU und zahlen mit dem Euro. Da muss mal einmal richtig ausgemistet
werden. Staaten wie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien gehören einfach nicht da rein. Dort wird man es nie lernen, mit Geld umzugehen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Darüberhinaus sollte man vorerst keine Staaten (wie z.B. die Türkei) neu in die EU aufnehmen, sofern diese in irgentweiner Weise Risiko behaftet sind.
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