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TUI und Lufthansa schmieden neue Billig-Airline

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TUI und Lufthansa schmieden neue Billig-Airline

28.01.2008, 20:20 Uhr | dpa/ T-Online

Maschine der TUIfly (Foto:dpa) Maschine der TUIfly (Foto:dpa) Der Touristikkonzern TUI Travel will seine schwächelnde Fluglinie TUIfly mit dem Lufthansa-Ableger Germanwings und der Regionalgesellschaft Eurowings zusammenführen. Das teilt TUI-Travel heute in London mit. So wollen die Konzerne der wachsenden Konkurrenz der Billigflieger, wie zum Beispiel Air Berlin, Paroli bieten.

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Billigfliegerkarte -

Neue Gesellschaft soll spätestens zum Sommerflugplan 2009 kommen
"Spätestens zum Sommerflugplan 2009 sollten wir in dem neuen Joint Venture fliegen", sagte der Chef der deutsch-britischen TUI-Tochter TUI Travel, Peter Long, am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die deutsche Airline-Tochter TUIfly, die Anfang 2007 aus der Fusion der TUI-Billigairline HLX und des Ferienfliegers Hapagfly entstanden war, hatte insbesondere zu Beginn Auslastungsprobleme und musste mehr Einzelplätze und zu günstigeren Preisen als geplant verkaufen - das belastete das Ergebnis von TUI Travel mit rund neun Millionen Euro. Long hatte daher bereits im vorigen Jahr die Sitzplatzkapazitäten verringert. Wie der Flugsektor bei TUI aufgeteilt und die neue Zusammenarbeit mit Lufthansa aussehen könnte, dazu machte Long keine Angaben.

Die drei beteiligten Gesellschaften (Grafik: dpa) Die drei beteiligten Gesellschaften (Grafik: dpa)Neue Konkurrenz für Air Berlin
Aber noch ist der Deal nicht unter Dach und Fach. "Es ist noch nicht sicher, ob der Zusammenschluss überhaupt zustande kommt", sagte TUI-Travel-Chef Peter Long in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die Verhandlungen seien noch in einem frühen Stadium. Nähere Angaben zu der geplanten Eigentümerstruktur der neuen Airline wollte Long auf Nachfrage nicht machen. In früheren Medienberichten hatte es geheißen, Lufthansa und TUI könnten jeweils 40 Prozent der Anteile halten und der Miteigentümer von Eurowings, Albrecht Knauf, 20 Prozent. Eine solche Konstellation würde erlauben, dass es einen eigenen Tarifvertrag für das Joint Venture geben könnte. Eurowings gehört zu knapp 50 Prozent der Lufthansa, Germanwings ist eine komplette Tochter der Eurowings. Sollten die Verhandlungen der beteiligten Partner zum Erfolg führen, würde mit der neuen Gesellschaft zudem ein ernsthafter Konkurrent zum deutschen Billig-Platzhirsch Air Berlin entstehen.

Weitere Zukäufe von TUI Travel
Zugleich kündiget TUI Travel weitere Zukäufe an. In Nordamerika hat das Unternehmen dabei die Studenten-Reiseanbieter im Blick, im Asien-Pazifik-Raum Online-Anbieter. Dort würden hohe Margen und ein starkes Wachstum erwartet. Vorstandschef Long sagte, es gebe eine Menge Möglichkeiten, Internet-Touristikanbieter oder Spezialreiseveranstalter zu kaufen. Dafür stünden jährlich rund 150 Millionen britische Pfund (202 Mio Euro) bereit.

Mehr Synergien
TUI Travel war im vergangenen Jahr aus dem Zusammenschluss der TUI-Touristiksparte mit der britischen First Choice Holidays entstanden. Wie TUI-Travel bekannt gab sollen die Synergien aus dieser Fusion nun auf 150 Millionen britische Pfund pro Jahr bis zum Jahr 2010 (Geschäftsjahr bis 30. September 2010) gesteigert werden. Bislang hatte TUI Travel mit 100 Millionen Pfund gerechnet. Im Gegenzug sollen die Umstrukturierungsaufwendungen auf 180 Millionen Pfund steigen. Die Kapitalrendite soll sich auf 5,5 Prozent verdoppeln, die Margen sollen wachsen. Für die laufende Wintersaison verzeichnet TUI Travel in Großbritannien derzeit einen Zuwachs beim Buchungsumsatz von drei Prozent. Für den Sommer liegen die Buchungsumsätze mit acht Prozent im Plus.

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Quelle: t-online.de

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