16.06.2010, 09:42 Uhr | dpa-AFX, apn
Guido Westerwelle und Angela Merkel: Schlechte Noten von Führungskräften (Foto: ddp)
Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat Deutschlands Top-Entscheider nachhaltig enttäuscht. Nur sechs Prozent seien mit der Arbeit von Union und FDP zufrieden, 92 Prozent dagegen nicht. Das ist das Ergebnis des neuen "Capital-Elite-Panels", das zweimal jährlich vom Meinungsforschungsinstitut Allensbach für das Wirtschaftsmagazin "Capital" erhoben wird.
Selten zuvor sei eine Koalition in den Chefetagen von Unternehmen, Verwaltung und Politik derart auf Missfallen gestoßen. Mehr als drei Viertel der Chefs befürchteten, dass Union und FDP zu schwach seien, um die anstehenden Probleme des Landes angemessen zu meistern, schreibt das Magazin.
Selbst das jahrelang positive Image von Angela Merkel bei der Elite habe gelitten. Eine relative Mehrheit von 49 Prozent halte sie mittlerweile für eine schwache Kanzlerin. Das sei ein Anstieg von mehr als 25 Prozentpunkten im Vergleich zum Dezember 2009 und Merkels schlechtester Wert seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2005. Unter den Befragten aus der Wirtschaft seien 80 bis 90 Prozent Anhänger von CDU, CSU und FDP. Dennoch seien 69 Prozent mit der Wirtschaftspolitik unzufrieden, drei Viertel schätzten die gesamte Regierung als schwach ein, hieß es.
Noch schlechter als Merkel schnitt Vizekanzler und FDP-Chef Guido Westerwelle ab. Ihm gestanden nur elf Prozent der Befragten eine gute Arbeit zu. Lediglich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP, acht Prozent) genießt weniger Vertrauen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bescheinigten 80 Prozent der Befragten eine gute Arbeit, bei Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) waren es 78 Prozent und bei Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) 75 Prozent.
Für "Befremden" habe die Haltung der FDP gesorgt, steuerliche Entlastungen in Aussicht zu stellen. Stattdessen wollen die Spitzen in Politik und Wirtschaft offenbar ebenfalls einen Beitrag zur Konsolidierung des Haushalt leisten. Zwar sprechen sich etwa zwei Drittel von ihnen für eine Kürzung von Sozialleistungen aus. Fast ebenso viele befürworten jedoch auch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes.
Zwischen dem 20. Mai und dem 7. Juni hatte Allensbach 533 repräsentativ ausgewählte Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung befragt. Darunter waren 79 Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern, 32 Leiter von Bundes- und Landesbehörden sowie Ministerpräsidenten und Minister.
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Quelle: dapd , dpa-AFX , t-online.de
Pro FDP schrieb:
am 16. Juni 2010 um 16:14:39
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SPD
Die FDP macht es richtig.Hartz4 gehört schon lange gekürtzt, da es von Anfang an noch zuviel war. Bei der Anzahl an Arbeitslosen ist
Hartz4 so nicht mehr tragbar. Meiner Meinung nach gehört Hartz4 gekürzt und das was man einspart in 1 Euro-Massnahmen gesteckt.
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image schrieb:
am 16. Juni 2010 um 14:16:36
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Schwarz-Gelb enttäuscht Eliten
Ich frage mich." wie würden die es machen, dass alle Bürger zufrieden sind????"
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Alfons schrieb:
am 16. Juni 2010 um 14:01:19
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wundern
es ist erstaunlich das die Eliten ( wer ist das ) das auch schon merken. Wobei nicht die politischen Inhalte das Problem sind,
sondern die Unfähigkeit der Akteure. Leider war Unfähigkeit im Grundgesetz nicht vorgesehen. In den USA gibt es z.B. ein Amtsendhebungsverfahren.
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