Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Jobs >

Umfrage: Was Manager wirklich wollen

...

Was Manager wirklich wollen

13.08.2009, 15:35 Uhr | Spiegel Online, C. Rickens & K. Werle

Was Manager wirklich wollen (Foto: Imago)

Was Manager wirklich wollen (Foto: Imago)

Geld? Zweitrangig. Gier? I wo! Managern geht es in erster Linie um die Sache. So zumindest das Ergebnis einer Umfrage unter Führungskräften. Was demnach wirklich zählt, ist Anerkennung - der Mythos des leistungsbereiten "Über-Performers" wird jedoch zunichte gemacht.

Vergütung von Managern

Wenn es um die Vergütung von Managern geht, sind zwei Skalen nach oben offen: die der Summen - und die der öffentlichen Empörung. Über "Exzesse" wetterte Erzbischof Reinhard Marx; Ver.di-Chef Frank Bsirske sieht eine "Kultur der Maßlosigkeit" in den Chefetagen am Werk. Die "Bild"-Zeitung schimpfte über die scheidenden Vorstände der Dresdner Bank: "Sie sind so schamlos und so gierig, richtige Geldsäcke!"

Geld ist kein Anreiz

Etwas differenziertere Antworten auf die Frage, wie gierig Top-Manager sind, erlaubt jetzt eine Umfrage der Personalberatung Egon Zehnder unter gut tausend Führungskräften aus aller Welt. Überraschendes Ergebnis: Anders als Gewerkschaften, Bischöfe und Boulevard vermuten, ist Geld für die Spitzenkräfte keineswegs der wichtigste Anreiz.

Interessant muss die Arbeit sein

Laut Studie nennen drei Viertel der Befragten interessante Arbeitsinhalte als wichtigsten Motivator für ihre Tätigkeit. Auch die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung rangiert vor dem Lockruf des Geldes. Die Vergütung dagegen betrachtet in Deutschland nur jeder Zweite als wichtigsten Aspekt; in den USA sind es zwei Drittel. Und: Für eine interessantere Aufgabe wären weltweit 63 Prozent der Manager bereit, auch eine Gehaltskürzung zu akzeptieren - unter Schweizer Top-Executives sogar stolze 84 Prozent.

Anerkennung ist Chefs wichtig

"Managern geht es in erster Linie um die Anerkennung ihrer Arbeit", sagt Johannes Graf von Schmettow (47), der Zehnder-Deutschland-Chef. "Monetäre Anreize spielen vor allem als Ausdruck dieser Anerkennung eine Rolle - und als Vergleichsmaßstab zu den Kollegen." Das erklärt vielleicht den erstaunlichsten Befund der Umfrage: Fast 40 Prozent halten eine zumindest zeitweise staatlich verordnete Obergrenze ihrer Gehälter für vernünftig. Wenn alle weniger kriegen, tut es offenbar weniger weh.

Bescheidenheit? Eher nicht!

Dennoch atmet die Studie nicht den Geist neuer Bescheidenheit, im Gegenteil. Gerade jüngere Führungskräfte fordern neben angemessener Vergütung auch Jobsicherheit, eine gute Unternehmenskultur und gesunde Work-Life-Balance, der stattliche 85 Prozent eine gestiegene Bedeutung attestieren. Das Kalkül: Wenn Geld allein nicht glücklich macht, müssen erst recht auch die anderen Faktoren stimmen. "Die Krise hat hier bislang nicht zu einer Reduzierung der Anspruchshaltung geführt", bilanziert Graf Schmettow trocken.

Firmen schlecht vorbereitet?

Dass die Unternehmen gut gewappnet sind, die ganzheitlichen Forderungen der High Potentials zu erfüllen, daran gibt es allerdings Zweifel. Fast jeder dritte Manager sieht seine Firma hier schlecht vorbereitet. Und das länderübergreifend - zeigt die Studie doch auch, dass sich in Motivations- und Vergütungsfragen nationale Managementkulturen weitgehend aufgelöst haben. Mit Ausnahme vielleicht der Schweiz, wo sich Führungskräfte traditionell stärker als Dienende der Gesellschaft begreifen.

Mythos vom Einsatzwillen

Besonders deutlich wird das in der Frage nach der überdurchschnittlichen Leistungsbereitschaft der Wirtschaftselite, die gern als Argument für Spitzengehälter genannt wird. Dieser vielgerühmte Einsatzwille der Führungskräfte aber entpuppt sich in der Umfrage als Mythos. Nicht einmal jeder Dritte stimmt der Aussage zu, Manager würden bereits so gut bezahlt, dass eine überdurchschnittliche Performance selbstverständlich sei. Lediglich unter Schweizer Managern ist der Gedanke mehrheitsfähig. Der riesige Rest findet das Leistungsprinzip wohl zu schweißtreibend.


Spiegel Online, C. Rickens & K. Werle  

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Umfrage: Was Manager wirklich wollen" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Umfrage: Was Manager wirklich wollen" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Umfrage: Was Manager wirklich wollen"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Riesiger Fernsehgenuss
Knüller knallhart bei euronics.de

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Hier sparen Sie bis zu 90%
Bildschöne Mai-Schnäppchen zum kleinen Preis - bei Hugendubel.de

Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Whistleblower gefeu- ert: Firma muss zahlen
Altenpflegerin Brigitte Heinisch (Quelle: dpa)

Altenpflegerin erhält 5- stellige Abfindung. mehr

Es bleibt dabei: Hertha muss in die zweite Liga
Fans stürmen den Rasen beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC.

Bizarre Kriegsvergleiche ziehen nicht. mehr


Anzeigen

Anzeige
Wirtschaft
Anleger verklagen Facebook und Banken

Verpatzter Börsenstart ist der Grund für die Sammelklage. zum Video

Einkaufswelt
Unglaubliche Ersparnis
Tiefpreise: Patronen für Canon-Drucker bei druckerzubehoer.de

Bis zu 92% auf Patronen für Marken-
drucker. von druckerzubehoer.de

Partner-Angebot
Gehaltsvergleich
Gratis-Check mit über 280 Tätigkeitsbereichen

Nutzen Sie jetzt unseren Gratis- Check für über 300 Berufe. mehr

Anzeige
Girokonto für 0,- Euro
 (Quelle: norisbank)

Das kostenlose Top-Girokonto der norisbank. Jetzt informieren

Anzeige
Silber-Sonderangebot
Silbermünzen: 25 x Silber Unze Maple Leaf zum Sonderspreis. (Quelle: ophirum.de)

Exklusiv für Nutzer von t-online.de. zum Angebot

Anzeige

Anzeige
iPad gewinnen
 (Quelle: fxDirekt Bank)

Am Börsenspiel teilnehmen und gewinnen. Jetzt mitmachen

Hartz-IV im Quiz

Was wissen Sie über Hartz IV? Hartz-Quiz

Anzeige
Donaumetropolen erleben
Kreuzfahrten bei t-online.de Reisen (Quelle: Hersteller)

6-tägige Flusskreuzfahrt auf der Donau mit AI bereits ab 499,- €/P.

Börsen-Gezwitscher
Börsenradar auf Twitter

Das Börsenradar-Team zwitschert auch auf Twitter. Folgen Sie uns!

Geld-Newsletter
Werktags die wichtigsten Neuigkeiten rund um Wirtschaft und Finanzen per E-Mail in Ihr Postfach  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Aktuelle Wirtschafts- Themen täglich ins Postfach. mehr


Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige