09.09.2010, 11:56 Uhr | t-online.de/business / dpa-tmn
Im Job gilt die Knigge-Regel: immer genügend Abstand halten! (Foto: Imago)
Es gibt sie wohl in beinahe jeder Firma: Mitarbeiter, die anderen immer zu nahe auf die Pelle rücken. Wie aber bringt man solchen Zeitgenossen, die nicht unbedingt Böses im Schilde führen, bei, Distanz zu halten - ohne dass das Betriebsklima gleich in den Keller sinkt? Wie groß ist überhaupt der angemessene Abstand im Büro? Wir erklären in unserer Foto-Show alle gültigen Regeln und verraten, was Sie gegen unerwünschte Aufdringlichkeit tun können.
Manche Menschen haben einfach kein Gefühl für den angemessenen Abstand anderen gegenüber. Als Faustregel geben Experten an: Bei Fremden oder Menschen, mit denen man nur beruflich zu tun hat, sollte mindestens eine halbe bis dreiviertel Armlänge Abstand gehalten werden. Damit sind Sie im Job auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Wer sich nicht an dieses ungeschriebene Gesetz hält, erntet unter Umständen negative Rückmeldungen. Dann ärgert sich zum Beispiel eine Mitarbeiterin darüber, dass der Kollege immer so dicht an sie herantritt, dass sie das Gefühl hat, keine Luft mehr zu bekommen. Besonders bei Neulingen oder Kollegen, zu denen keine persönliche Beziehung besteht, wird das als äußerst unangenehm empfunden. Sympathie im Kollegenkreis weckt so ein Verhalten jedenfalls nicht.
Erschwerend kommt hinzu, dass anhängliche Mitarbeiter den dezenten Rückzug eines von ihnen Bedrängten oft nicht als als solchen verstehen. Man könne dann zwar einen Schritt zurückgehen, wenn der andere einem zu nahe kommt, erläutert Gabriele Krischel, Etikette-Trainerin aus Niederkassel. Das helfe aber nicht unbedingt: Denn der andere folge womöglich und mache erneut einen Schritt auf sein Gegenüber zu.
Angriff kann dann die beste Verteidigung sein. "Statt zurückzuweichen, gehen Sie einfach einen Schritt auf den anderen zu", rät Fachfrau Krischel. Dann dürfte der zutrauliche Kollege endlich merken, dass es etwas eng wird und sich seinerseits zurückziehen.
Allerdings: Solche Aufdringlichkeit sei oft sogar gut gemeint, betont Krischel. Manche verwechselten sie mit Aufgeschlossenheit und versuchten, so zum Beispiel Interesse zu zeigen. Wer diesem Irrglauben verfallen ist, lässt sich daher manchmal einfach nicht abschütteln. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, sich seitlich zu der Person zu stellen, so Krischel. Auf diese Weise lasse sich die Nähe eher ertragen.
Viele Beschäftigte empfinden es auch unangenehm, wenn etwa Vorgesetzte sich direkt hinter sie stellen, während sie am Computer arbeiten. In der Situation kann eine offen stehende Schreitischschublade für Abstand sorgen. So kann sich der Chef nicht über die Schulter des Angestellten beugen und diesem vor der Nase herumfuchteln, um ihm etwas am Monitor zu zeigen, erklärt Krischel.
t-online.de/business / dpa-tmn
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de
Verpatzter Börsenstart ist der Grund für die Sammelklage. zum Video