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Unternehmensbilanz: Intel trotzt der Finanzkrise

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Intel trotzt der Finanzkrise

06.11.2008, 11:49 Uhr | cs

Intel überrascht die Analysten mit einem Gewinnsprung - doch die Zukunft ist unsicher. (Foto:dpa) Intel überrascht die Analysten mit einem Gewinnsprung - doch die Zukunft ist unsicher. (Foto:dpa)Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel hat im dritten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung erzielt und die Markterwartungen leicht übertroffen. Auf die kommenden Monate blickt der Branchenführer allerdings mit gemischten Gefühlen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Nachfrage seien schwer abzuschätzen, so Konzernchef Paul Otellini. Das Abschneiden des Chip-Riesen gilt als wichtige Orientierung für die Aussichten der gesamten Technologiebranche.

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Stress-Signale durch die Finanzkrise

"Es ist klar, dass die Finanzkrise einige Stress-Signale produziert, die unser Geschäft beeinflussen können", sagte Otellini am Dienstagabend nach Börsenschluss. Intel werde aber besser abschneiden als die Wettbewerber. Die Aktie reagierte nachbörslich mit deutlichen Kursgewinnen.

Zwei Milliarden Dollar Überschuss

Intels Überschuss kletterte im dritten Quartal um zwölf Prozent auf zwei Milliarden Dollar. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Für das Schlussquartal 2008 rechnet Intel weltweit mit einem Umsatz zwischen 10,1 und 10,9 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge, ein wesentlicher Gradmesser für Experten, soll wie im dritten Quartal bei ungefähr 59 Prozent liegen und damit über Intels Ziel von etwa 57 Prozent.

Intel überrascht die Analysten

Einige Experten hatten wegen der Folgen der Finanzkrise bei Intel deutlich schlechtere Geschäftszahlen befürchtet. Die Anleger waren daher erleichtert und schickten die Aktie nachbörslich mit mehr als 4,5 Prozent ins Plus. Im Tagesverlauf hatte sie zuvor noch um 6,2 Prozent auf 15,93 Dollar verloren. Seit Jahresbeginn büßte Intel fast 40 Prozent seines Börsenwerts ein.

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Boom bei Notebooks

Die Umsätze legten im dritten Quartal außer in Amerika überall zu, in Europa etwa um gut drei Prozent. Mehr als die Hälfte seiner Erlöse erzielt Intel in Asien. Der Konzern will besonders im Geschäft mit kleinen Netbooks und Taschencomputern wachsen. "Viele Käufer eines Netbooks besitzen schon Computer und legen sich so ein Gerät zusätzlich zu", so Intels Deutschlandchef Hannes Schwaderer. Obwohl der Umsatz mit den Atom-Chips für diese Kategorie derzeit nur zwei Prozent des Intel-Umsatzes ausmache, sei das Geschäft für Intel wegen der hohen Stückzahlen interessant - so könne Intel die Atom- Chips besonders kostengünstig produzieren.

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Quelle: t-online.de , dpa

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