04.08.2010, 17:35 Uhr | dpa-AFX
US-Automarkt: Vor allem Porsche konnte seine Verkäufe deutlich steigern (Foto: dpa)
Deutsche Autobauer machen auf dem wichtigen US-Markt weiter Boden gut. Denn während die Verkäufe im Land der grenzenlosen Möglichkeiten im Juli nur um magere 5 Prozent zulegten, wuchsen die deutschen Hersteller fast dreimal so schnell wie die Branche, so aktuelle Berechnungen der Marktforscher von Autodata. Eine gute Million Wagen wechselten den Besitzer. Experten hatten mehr erwartet.
Die deutschen Hersteller erhöhten ihren Marktanteil bis zum Juli auf 7,4 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es 7,3 Prozent. "Alle deutschen Hersteller haben in den ersten sieben Monaten ihren Pkw-Absatz auf dem hart umkämpften nordamerikanischen Markt gesteigert", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Vor allem Porsche brauste im Juli mit Vollgas davon. Die Zuffenhausener legten das beste Ergebnis in zwei Jahren hin und setzten mit rund 2700 Autos drei Viertel mehr Fahrzeuge ab. Verkaufsschlager waren der Geländewagen Cayenne, knapp gefolgt von der Limousine Panamera.
Beliebteste deutsche Marke in den Vereinigten Staaten war wieder einmal Volkswagen mit knapp 23.900 verkauften Autos, ein Plus von 16 Prozent. BMW konnte mit seiner Stammmarke im gleichen Maße auf fast 19.100 Autos zulegen. Es folgten Mercedes-Benz (siehe Daimler-Kurs) mit einem Zuwachs von 7 Prozent auf 17.400 Pkw und Audi mit einem Sprung um 22 Prozent auf 7800 Autos. Audi steuere auf das beste Jahr in den USA überhaupt zu, sagte Landeschef Johan de Nysschen.
Die Kleinwagen der Marken Mini und Smart verloren dagegen weiter an Boden. Mit der wirtschaftlichen Erholung greifen viele US-Amerikaner wieder zu den großen Geländewagen und Pick-Up-Trucks. Jeder zweite in den Staaten verkaufte Wagen ist ein solches Dickschiff. Ihre Verkäufe legten nach den Autodata-Zahlen um fast 18 Prozent zu, während die Pkw 5 Prozent verloren.
Die Deutschen schnitten sich ein gutes Stück vom Kuchen ab mit Modellen wie dem BMX X5, dem Mercedes-Benz GL oder dem VW Touareg. Geländewagen und Pick-Up-Trucks sind eigentlich die Domäne von General Motors (GM), Ford und Chrysler. Nicht zuletzt wegen der steigenden Verkäufe der Gewinnbringer geht es den US-Konzernen nach dem Katastrophenjahr 2009 wieder besser. Damals hatten GM und Chrysler nur dank großzügiger Staatshilfe überleben können.
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Im Juli mussten sich die "Big Three" mit Verkaufszuwächsen zwischen 3 Prozent (Ford) und 5 Prozent (General Motors, Chrysler) begnügen. Die großen japanischen Hersteller Honda und Toyota büßten sogar um 2 bis 3 Prozent ein. Ohne einen zusätzlichen Verkaufstag im Vergleich zum Vorjahresmonat wären die Zahlen wohl noch schlechter ausgefallen. Die fünf Konzerne stehen für mehr als die Hälfte der gesamten Autoverkäufe in den USA. Allein Marktführer GM setzte im Juli mit 199.700 Wagen mehr Autos ab als alle Deutschen zusammen. Die hiesigen Hersteller tummeln sich vor allem im schmalen, aber lukrativen Premiumsegment.
Quelle: t-online.de , dpa-AFX
ich schrieb:
am 5. August 2010 um 10:12:39
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haha
@scooterfan
gute exportraten sind schlecht für unser land? hast leider so gut wie kein verständnis was marktwirtschaft angeht.
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scooterfan schrieb:
am 5. August 2010 um 00:44:53
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gute Exportraten
Gute Exportraten sind ässerst schlecht für unser Land.Gerade die Autobauer sind es die durch Leiharbeitsfirmen die Löhne
dermassen drücken dass viele aufstocken müssen.Meine Meinung ist, der Dax müsste auf 0 fallen.Aber das kapieren hier nicht viele.
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Franz schrieb:
am 4. August 2010 um 20:00:22
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Bezahlung
Na hoffentlich sind nicht fast alle Autos auf Pump finanziert, sonst siehts beim nächsten Einbruch sehr übel aus. Dann haben wir
nach der Immobilienkrise ne Automobilkrise.
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