08.08.2011, 12:20 Uhr | dpa-AFX
Bremst die US-Schuldenkrise auch den deutschen Aufschwung? (Foto: imago)
Die Herabstufung der US-Bonität durch die Rating-Agentur Standard & Poor's am letzten Freitag hat die Finanzmärkte weltweit in Aufruhr versetzt. Jetzt befürchten führende Ökonomen, der Verlust des US-Top-Ratings könnte auch den deutschen Aufschwung gefährden. Experten warnen sogar vor der wachsenden Gefahr einer weltweiten Rezession sowie einer weiteren Herabstufung der USA.
"Die Diskussion kann weiter auf die Stimmung der Unternehmen und Haushalte in den USA schlagen und dazu führen, dass sie Investitionen und einige größere Käufe vorerst zurückstellen", sagte Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank der "Welt". "Damit würde die Konjunktur einen weiteren Dämpfer erhalten, sowohl in den USA als auch bei uns."
Joachim Scheide, Konjunkturchef des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) fürchtet, dass die Auswirkungen der Abwertung hierzulande spürbar sein werden. "Es kann sein, dass sich durch die Herabstufung der Bonität die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen abschwächt", erklärte Scheide der "Welt". Dadurch könnten die Zinsen in den USA steigen. "Höhere Zinsen würden die amerikanische Konjunktur abwürgen. Das würde auf die Welt ausstrahlen und natürlich auch auf Deutschland", sagte der IfW-Konjunkturchef.
Nach Herabstufung der USA durch die Rating Agentur Standard & Poor's erwarten Experten nun zunächst vermehrt Verkäufe von US-Anleihen. zum Video
Scheide sieht in der Staatsschuldenkrise eine wachsende Gefahr für die Weltkonjunktur. "Das Risiko hat zugenommen, dass es weltweit zu einer Rezession kommen könnte", erläuterte er dem "Handelsblatt". Der IfW-Experte geht davon aus, dass sich die "merkliche Abkühlung der Weltkonjunktur" erst in den kommenden Quartalen für Deutschland bemerkbar machen werde.
Die Aussichten für 2012 sind Scheide zufolge trüber als noch vor einigen Wochen. Anfang Juni hatte das Kieler Institut 1,6 Prozent Wachstum für 2012 vorhergesagt. "Das würde ich heute pessimistischer sehen", betonte Scheide. Wesentlicher Grund seien die ungelösten Verschuldungsprobleme in den USA und Europa.
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Nach Einschätzung des Wirtschaftsprofessors der Universität Bonn und Direktors des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, drohen den USA sogar weitere Herabstufungen durch Ratingagenturen. "Die Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor's, die Bonität der USA erstmals um eine Stufe auf "AA+" herabzusetzen, ist ein dramatischer Weckruf, dass die USA ihre seit Jahren verschleppten strukturellen Haushaltsprobleme endlich nachhaltig angehen müssen", schreibt Zimmermann in einem Gastbeitrag für die Online-Ausgabe des "Handelsblatt".
Beunruhigend fällt auch seine Prognose für Deutschland aus: "Wir stehen jetzt ganz am Rande einer neuen Krise, zumal der internationale Wachstumsmotor inzwischen schon wieder schwächer wird", heißt es in dem "Handelsblatt"-Beitrag des Experten.
Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank gibt allerdings Entwarnung für die Märkte: "Es ist gut möglich, dass die Börsen die Woche mit Verlusten beginnen werden, aber die Herabstufung der USA wird die Märkte nicht nachhaltig belasten", sagte Krämer der "Welt". Viel entscheidender seien die Sorgen um die Konjunktur.
Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit kommt für die US-Wirtschaft zur Unzeit. Gerade erst hatten Demokraten und Republikaner den Streit um die Anhebung der Schuldengrenze beigelegt. Zudem hat sich die amerikanische Wirtschaft, die lange Zeit als Motor der Weltwirtschaft galt, von der Finanzkrise immer noch nicht erholt und kämpft weiterhin mit großen Strukturproblemen.
Das Wirtschaftswachstum war in den ersten sechs Monaten weit schwächer als erwartet, und die Arbeitslosigkeit ist im historischen Vergleich hoch. "Die Herabstufung ist ein Schlag für die USA, denn sie macht die Strukturprobleme ihrer Wirtschaft deutlich und die mangelnde Fähigkeit der US-Politik, darauf zu reagieren", sagte Kai Carstensen, Konjunkturchef des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo).
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Quelle: dpa-AFX
Der Veterinär schrieb:
am 8. August 2011 um 21:35:00
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Undankbar gegenüber US-EInigung
Erstens: Die dreist-kaputten Börsenmuftis sind grob undankbar gegenüber der heldenhaften Einigung Obamas
mit den reaktionären Republikanern in letzter Minute! Zweitens: Diese Börsenmufti-Bande (Rothschild & Geheimbündler-Amigos) sollten entmachtet und ihre Machenschaften aufgedeckt werden. Die Organisation ATTAC sollte weltweit gestärkt werden! Aber das wollen die reaktionären Bankenknechte, die Chefs von F, I, GB, RUS & China-Mafia nicht..
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Nostra damos schrieb:
am 8. August 2011 um 19:58:46
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US-Herabstufung
A. Lincoln, US-Präsident über die Macht der Banken:!"... Der Commerz hat den Thron bestiegen in diesem Land und
Korruption auf höchster Ebene wird folgen. Die Geldmacht des Landes setzt alles daran, ihre Herrschaft zu festigen, indem sie sich die Vorurteile der Menschen zunutze macht, bis das gesamte Volksvermögen in die Hände von ein paar Wenigen übergegangen ist und die Republik zerstört ist,"
Dieser Zeitpunkt ist jetzt eingetreten: Die USA sind fertig als Welt- und Wirtschaftsmacht!
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DeutscheMark schrieb:
am 8. August 2011 um 17:27:46
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Experten, 10 Jahre zu spät und immernoch auf dem falschen Dampfer
M assive B egriffstutzigkeit A ttestiert = MBA
Der vertrags- und ohnehin
verfassungswidrige EU-Schekel hat Deutschland bereits nachhaltig ruiniert. Die Weltreservewährung Deutsche Mark, autarke Bundesbankpolitik durch Aussenhandelsüberschüsse , antizyklische Investitionen und Kommunalentlastung durch Budgethoheit und Aufwertungs- und Niedrigzinsgewinne würden die Hochfinanzkrise wundersam meistern u. hätten sie in weiten Teilen ordungnspolitisch in der BRD gar nicht erst wirksam werden lassen.
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