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US-Ölpreis steigt erstmals auf über 121 Dollar

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US-Ölpreis steigt erstmals auf über 121 Dollar

06.05.2008, 16:26 Uhr | dpa/ AFP/ T-Online

Rohöl-Förderung im Meer (Foto: dpa) Rohöl-Förderung im Meer (Foto: dpa) Der US-Ölpreis ist erstmals über die Marke von 121 Dollar gestiegen. Nach einem ersten kurzen Ausflug über 120 Dollar am Montag stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni am Dienstag-Nachmittag sogar fast bis auf 122. Auch der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte kräftig zu und stieg auf über 120 Dollar. Doch das ist nichts gegen neueste Prognosen von Rohstoff-Experten...

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Gute US-Konjunkturdaten vertreiben Rezessionsangst
Nachdem die Ölpreise in der vergangenen Woche merklich schwächer tendierten, begründeten Händler die neuerliche Ölpreis-Rally vor allem mit geopolitischen Spannungen und unerwartet robusten Konjunkturdaten aus den USA. So war bereits am Montag der ISM-Einkaufsmanager-Index für den Dienstleistungssektor überraschend über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen. Zusammen mit dem positiv aufgenommenen Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag signalisiere die Kennzahl eine leichte Erholung der US-Konjunktur spätestens in der zweiten Jahreshälfte. Die Wahrscheinlichkeit steige, dass es in den USA doch nicht zu einer Rezession kommt, sagten Händler. Eine Rezession in den USA würde die Nachfrage nach Rohöl stark vermindern.



Höhepunkt der Rohstoff-Hausse noch nicht erreicht
Zudem verwiesen Marktbeobachter auf politische Spannungen, die preistreibend gewirkt hätten. Genannt wurden insbesondere der anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem Iran über dessen Atomprogramm sowie neuerliche Anschläge auf Ölförderanlagen im ölreichen Nigeria. "Hinzu kam, dass sich die Erholung des Dollar nicht fortsetzen konnte und damit von der Währungsseite kein Störfeuer kam", kommentierte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Trotz der zuletzt kräftigen Preissprünge sei der Höhepunkt der Rohstoff-Hausse noch nicht erreicht, schätzt Weinberg.

Goldman Sachs: Ölpreis könnte auf bis zu 200 Dollar steigen
Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs rechnet nicht mit einem baldigen Ende des Rekordjagd. Nach Einschätzung des Bankhauses könnte der US-Ölpreis in den nächsten sechs bis 24 Monaten auf 150 bis 200 US-Dollar je Barrel steigen, heißt es in einer aktuellen Studie. Die Investmentbank hatte bereits im März 2005 einen Ölpreisschub auf mehr als 100 Dollar vorhergesagt. Rohstoffexperte Arjun N. Murti sah den Ölpreis damals getrieben von einer wachsenden Nachfrage am Beginn einer mehrjährigen Hausse.

Übersicht-
Diesel und Benzin - Preisunterschied so klein wie nie (05.05.08)

Spritpreise bleiben hoch
Die Spritpreise in Deutschland blieben unterdessen weiter hoch. Super kostete im April an den Marken-Tankstellen durchschnittlich 1,43 Euro pro Liter. Das waren 1,5 Cent mehr als im Vormonat, wie der Mineralölwirtschaftsverband am Montag in Hamburg mitteilte. Für Diesel mussten die Verbraucher an den Zapfsäulen im Schnitt 1,35 Euro pro Liter bezahlen - das waren 1,8 Cent mehr als im März. Tanken war im April laut ADAC und Automobilclub so teuer wie noch nie. Die neuesten Rohöl-Rekorde dürften die Spritpreise schon bald auf neue Höhen treiben.

Diesel-Fahren immer teurer
Der Vorteil von Diesel-Fahrzeugen wird dabei vor allem bei geringen Kilometerleistungen nach Berechnungen des ADAC immer geringer. Hauptgrund dafür sind die im Vergleich zu Benzin überproportional gestiegenen Preise für Diesel-Kraftstoff, wie der Automobilclub am Dienstag mitteilte. Waren im letzten Kostenvergleich vom Herbst 2007 noch 47 Prozent aller Autos bei einer Jahresleistung von 10.000 Kilometern günstiger in der Diesel- als in der vergleichbaren Benziner-Version, sind es jetzt nur noch knapp 39 Prozent. Dennoch lohnt sich der Diesel laut ADAC weiterhin, vor allem bei höheren Laufleistungen. Bei einer Jahreslaufleistung von 20.000 Kilometern sind immer noch fast 89 Prozent der Dieselfahrzeuge günstiger zu fahren als die entsprechenden Benziner.
Der ADAC-Kostenvergleich ermittelt unter Berücksichtigung der verschiedenen Faktoren die Kosten pro gefahrenem Kilometer für einen Zeitraum von vier Jahren. Berechnet werden hierfür neben den Kosten für die Neuanschaffung die Aufwendungen für Wertverlust, Ölwechsel, Inspektionen und übliche Verschleißteile sowie Kosten für Reifenersatz, Steuer, Versicherung, Kraftstoff- und Ölnachfüllkosten.

Mehr zum Thema:
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Quelle: t-online.de

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