
05.09.2011, 13:47 Uhr | Spiegel Online
Briefkästen der US-Post: Kein Geld für die nächste Rechnung (Quelle: imago)
Der zweitgrößte US-Arbeitgeber ist in großer Not: Die amerikanische Post braucht dringend eine Finanzspritze, doch die Politik zögert. "Falls der Kongress nicht handelt, gehen wir pleite", warnt der Chef der Post-Behörde.
Die amerikanische Post könnte diesen Winter nicht überleben. Noch immer wartet sie auf Hilfen des US-Kongresses, die bislang aber nicht gewährt wurden. "Unsere Situation ist extrem ernst", zitiert die "New York Times" ("NYT") nun den Chef der Postbehörde, Patrick Donahoe. "Falls der Kongress nicht handelt, gehen wir pleite."
Der Vormarsch elektronischer Kommunikation und hohe Lohnkosten haben die US-Post in den vergangenen Jahren zunehmend in Bedrängnis gebracht. Im vergangenen Jahrzehnt fiel das Briefvolumen um 19 Prozent, bis 2020 werden weitere 37 Prozent prognostiziert. Allein im ersten Halbjahr 2011 machte das Unternehmen 2,6 Milliarden Dollar Verlust. Eine im September fällige Überweisung an die Pensionskasse über 5,5 Milliarden Dollar kann die Post nicht mehr schultern.
Nutzen Sie den Ökostrom-Preisvergleich von Verivox und finden Sie den für Sie passenden Ökostromtarif.
Vergleich starten
Als Ausweg aus der Krise fordert der zweitgrößte US-Arbeitgeber bereits seit längerem eine milliardenschwere Finanzspritze des Kongresses. Doch insbesondere die Republikaner wehren sich gegen die Rettung eines weiteren Staatskonzerns.
"Die Lage ist düster", zitiert die "NYT" den demokratischen Senatoren Thomas R. Carper, Vorsitzender eines Subkomitees für die Postaufsicht. "Falls wir nichts tun, falls wir nicht auf intelligente, angemessene Art reagieren, könnte die Post tatsächlich noch dieses Jahr schließen."
Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten
Im Kampf gegen die Pleite will die US-Post bis zu 120.000 Stellen streichen und die Briefbeförderung am Samstag beenden. Post-Chef Donahoe fordert zudem bis zu 75 Milliarden Dollar zurück, die das Unternehmen nach eigener Schätzung seit den siebziger Jahren zu viel in den staatlichen Rentenfonds gezahlt hat.
Eine solche Rückzahlung wird aber von Republikanern abgelehnt. Der republikanische Abgeordnete Darrell Issa meint der "NYT" zufolge, sie käme einer nicht zu rechtfertigenden Rettung gleich und würde nicht die grundsätzlichen Probleme der Post lösen.
Quelle: Spiegel Online
Friedhelm schrieb:
am 5. September 2011 um 21:35:57
(40)
(49)
US-Post
Die Handys, das herumgealbere damit, schwachsinnige SMS usw... Vor allem jüngere Leute sind heutzutage zu bequem und wohl auch zu
dämlich einen halbwegs fehlerfreien Brief oder eine Postkarte zu schreiben. Man hätte schon vor langer Zeit auf internationaler Ebene dem Handy-Wahnsinn einen Riegel vorschieben müssen ( z.B. auch mit hohen Gebühren ). Es ist geradezu ätzend, wenn man auf den Strassen Personen sieht, die auf ein Handy glotzend durch die Gegend ziehen oder lauthals damit herumpalavern.
mehr
Kommentar melden
Hugo vom Schneckenamt schrieb:
am 5. September 2011 um 21:31:46
(54)
(4)
Briefende
Wieso musste eigentlich der US Mail and Postal Service einen eigenen Radrennstall unterhalten? Offensichtlich haben die Millionen
für Armstrong & Co. nur denen, aber nicht dem Unternehmen genutzt. Immerhin, ein Postamt gibt es noch in den meisten amerik. Orten. Aber es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis auch dort wie bei uns die verbliebene Post in Tankstellen und bei Hamburger-Bratern ihre Dienste offeriert. Welcome to the future.
mehr
Kommentar melden
MW schrieb:
am 5. September 2011 um 20:56:31
(11)
(27)
Indianer
US-Post pleite? Macht doch nichts! Dann wird halt wieder wie bei den Indianern per Rauchzeichen kommuniziert!
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de
Verpatzter Börsenstart ist der Grund für die Sammelklage. zum Video