16.08.2010, 11:21 Uhr | dpa
Schlecker hatte sich mit der Gewerkschaft Ver.di im Juni auf einen Tarifvertrag geeinigt (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Bei der Drogeriemarktkette Schlecker ist nach Gewerkschaftsangaben ein Streit um Überstunden entbrannt. Der Marktführer zahle den Beschäftigten seit diesem Monat keine Überstunden mehr aus und verstoße damit gegen den Tarifvertrag, sagte ein Sprecher von Ver.di. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". In der Schlecker-Konzernzentrale in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Dem Bericht zufolge erfuhren die Beschäftigten auf ihrer Gehaltsabrechnung, dass ihre Überstunden nicht wie sonst ausbezahlt, sondern in ein Mehrarbeits-Depot überführt würden. «Da fast alle Schlecker- Mitarbeiter nur teilzeitbeschäftigt sind, sind sie besonders auf das Geld angewiesen», sagte der Ver.di- Unternehmensbeauftragte Achim Neumann. Die Überstunden seien bundesweit und ohne Vorankündigung oder Begründung nicht ausbezahlt worden.
"Die Mitarbeiter waren überrascht und empört", berichtete Neumann. Bis zu diesem Monat seien die Stunden ausbezahlt und nur auf Wunsch der Mitarbeiter in Freizeit abgegolten worden. Betroffen seien rund 32.000 Schlecker-Angestellte. Offenbar wolle das Unternehmen Personalkosten einsparen, vermutet Neumann. Dieses Verhalten führe jedoch zu dem neuen Problem, dass durch den Abbau von Überstunden Personal in den Filialen fehle.
Ver.di will nun versuchen, eine Einigung mit dem Unternehmen zu erzielen. «Wir ermutigen die Betriebsräte, ihre Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen», sagte Neumann. Die Gewerkschaft verlangt von Schlecker, die nicht gezahlten Gelder im Nachhinein auszubezahlen.
Erst Anfang Juni war ein Streit um Dumpinglöhne und Kündigungen bei Schlecker beigelegt worden: Das Unternehmen und die Gewerkschaft Ver.di verständigten sich auf eine umfassende Regelung für die bundesweit rund 34.000 Beschäftigten. Diese sieht vor, dass die Beschäftigten nach dem Einzelhandelstarif Baden-Württemberg bezahlt werden. Das Unternehmen hatte zuvor mit Dumping-Stundenlöhnen von 6,50 Euro für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Der Ecklohn soll nun rund 12,30 Euro betragen.
Quelle: t-online.de
Ausbeuter schrieb:
am 14. August 2010 um 16:17:24
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(1)
Geld
Schleckers kontrollieren die Filialen und fahren im Taxi vor,
aber für Überstunden die geleistet wurden ist kein Geld da?!
wovon
leben die Angestellten diesen Monat?
Man kann keine Absprachen einseitig ändern!
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Peter § schrieb:
am 14. August 2010 um 16:13:28
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Auf Überstundengeld angewiesen ?
Teilzeitbeschäftigt,auf das Geld angewiesen ? Grundlohn O.K., aber doch dann nicht auf Überstundengeld.
Bei Einstellung wußte doch keiner ob Überstunden anfallen. Da nehm ich doch viel lieber Freizeitausgleich als für Überstunden ewig viel Steuern zu bezahlen und Jobbe 2 Tage pro Woche auf 400 € Basis,wenn ich`s so notwendig habe.
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Jana schrieb:
am 14. August 2010 um 15:34:49
(0)
(0)
Schlecker
Ich würde gern wissen warum verdi nicht eingreift im Einzelhandel,für den Öffentlichen Dienst wird viel mehr getan, daß
beobachte ich schon einige Jahre.
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