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Verband warnt vor Verlusten für Fondssparer

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Verband warnt vor Verlusten für Fondssparer

08.02.2012, 12:54 Uhr | t-online.de - sky

Die Anleger bleiben vorsichtig (Quelle: imago)

Die Anleger bleiben wegen der Schuldenkrise vorsichtig (Quelle: imago)

Die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTT) wird wohl teuer für die Kleinanleger. Die Abgabe dürfte vor allem Fondssparer belasten, die für ihr Alter Geld zurücklegen, warnte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI). Nach Berechnung des Verbandes verliert ein Anleger in einem Riester-Plan wegen der Steuer rund 14.000 Euro.

Steuer auf Aktien und Derivate

Die Financial Transaction Tax ist eine Steuer auf Finanztransaktionen. Sie wird gerade innerhalb der Europäischen Union diskutiert und soll 0,1 Prozent für Aktien und 0,01 Prozent bei Geschäften mit Derivaten betragen.

Präsident Nicolas Sarkozy hatte am Sonntag angekündigt, von August an finanzielle Transaktionen in Frankreich mit einer Steuer von 0,1 Prozent zu belegen. Großbritannien wehrt sich wegen der Schäden für den Finanzplatz London strikt dagegen. Die Steuer soll die Schwankungen am Finanzmarkt beseitigen und rein spekulative Anleger fernhalten. Davon erhofft sich die Politik eine Beruhigung in der Schuldenkrise.

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Verband fordert Sonderregelung für Fonds

Investmentfonds sollten von der Finanztransaktionssteuer befreit werden, forderte der BVI. Deutsche Fonds seien weder die Verursacher der Krise noch hätten sie je staatliche Unterstützung in Anspruch genommen. Die Abgabe würde vor allem Unternehmen und Investoren mit Sitz in Deutschland sowie langfristig sparende Bürger treffen, die sich angesichts der demografischen Entwicklung zur privaten Altersvorsorge entschlossen hätten, monierte Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI.

Besonders kontraproduktiv wirke die Steuer auch bei Riester-Fonds mit gesetzlich vorgegebenem Kapitalerhalt der eingezahlten Beiträge. Bei diesen Fonds muss der Anteil der Aktien und Anleihen laufend der Marktlage angepasst werden. Deswegen fällt jedesmal die Steuer an.

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14.000 Euro Verlust

Langfristig agierende Riester-Fondssparer, die für das Alter Geld zurücklegen, würden mit Steuern von bis zu 14.000 Euro belastet, rechnete der Verband am Beispiel des populären Fonds Uniglobal (ISIN: DE0008491051) über 40 Jahre vor. In diesem Fonds wird nach Berechnung der Online-Ausgabe der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" jede Aktie 0,9 Mal umgeschichtet, wobei die Steuer anfallen würde.

Bei einer Wertentwicklung von durchschnittlich fünf Prozent per annum und einer monatlichen Sparrate von 100 Euro ergebe sich wegen der Steuer eine Renditeminderung von 0,41 Prozentpunkten pro Jahr, erläutert der BVI. Das Endvermögen ohne die Finanztransaktionssteuer belaufe sich auf 148.856 Euro, mit der Abgabe sei es nur ein Endvermögen von 134.652 Euro.

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Doppelbesteuerung der Ersparnisse

Die jetzt diskutierte Form der Finanztransaktionssteuer würde außerdem zu Wettbewerbsverzerrungen führen, Investmentvermögen würden einen Wettbewerbsnachteil gegenüber vergleichbaren Produkten erleiden. Denn Transaktionen mit Anteilen an Geldmarktfonds oder Immobilienfonds würden besteuert, Spareinlagen und Immobilientransaktionen dagegen nicht.

Außerdem drohe eine Mehrfachbelastung, weil sowohl Transaktionen von Wertpapieren innerhalb der Fonds als auch der Kauf oder die Rückgabe von Fondsanteilen betroffen wären. Alles in allem werde die Steuer nicht die gewünschte Lenkungswirkung entfalten und unproduktive Handelsgeschäfte nicht unterbinden.


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Kommentare (25)

zum Forum

Thema: "Verband warnt vor Verlusten für Fondssparer"

donner schrieb: am 31. Januar 2012 um 21:25:27
(37) (2) Steuern
Steuern, Steuern, Steuern. Wofür zahlen wir Deutschen eigentlich keine Steuern? Ausser bei der Luft die wir Atmen. Die Gelben Futzis
wohlten den Großen Wurf machen und das deu. Steuersystem vereinfachen. Aber ne die Schwarzen wollen nicht und fertig. Weil eine sprudelnde Quelle legt man nicht trocken. Da der Staat jeden Teuro für die Rettung weis ich wen/ was braucht. Steuern sollt zum Unwort des Jahres gekührt werden. Deu. Steuerzahlerland
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Uwe 1,5 schrieb: am 31. Januar 2012 um 21:03:32
(33) (9) Verluste für Fondssparer
es gibt in ganz Deutschland wohl nicht einen Riester Vertrag,der einem 100€ Riester Sparer nach 40 jahren
einzahlen,ein Endvermögen von 148000€ verpricht und somit eine Monatliche Zusatzrente von mindestens 600€ ausgehend vom Eintrittsalter 65 und Bezugsende 85(Tod),bei normaler Lebenserwartung(heißen ja nicht alle Heesters!!) Da werden Fabelsummen genannt um die angeblichen Verluste für den Sparer,durch eine Transaktionssteuer, noch drastischer erscheinen zu lassen!!
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Zweifler schrieb: am 31. Januar 2012 um 21:01:47
(40) (3) Noch mehr Steuern?
Abgeltungssteuer + Soli + Kirchensteuer (etwa ein Drittel vom Gewinn) zahlt jeder (bundesdeutsche) Privatmann ab dem
ersten EURO-Cent Gewinn. Wofür also noch eine Transaktonssteuer? Der hochfrequenzhandel im Sekundentakt hat nichts mit langfristigen Investments zu tun. Hier wird gezockt - hier müssten die Gesetzgeber (und zwar gleichzeitig weltweit) eingreifen, damit nicht wieder nur verlagert wird !
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