06.05.2008, 14:55 Uhr | AFP / T-Online
Waver mit Nano-Oberfläche (vergrößert im Hintergrund) (Foto: dpa) High-Tech in Alltagsgegenständen: Die winzigen Nano-Teilchen finden sich inzwischen in Sonnencreme genauso wie in Socken. Aber das Wissen über die Stoffe ist noch gering. Verbraucherschützer haben jetzt eine bessere Erforschung und eine Zulassungspflicht für Materialien mit sogenannten Nano-Partikeln gefordert. Nur so könne verhindert werden, dass "ein Großexperiment an Verbrauchern" stattfinde, erklärte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in Berlin. Es dürften nicht nur die Möglichkeiten der Nanotechnologie für das jeweilige Produkt gesehen werden, sondern auch die Risiken - wie etwa die Folgen für die Gesundheit oder die Umwelt, wenn die Teilchen beispielsweise in großer Zahl ins Wasser gelangten.
Nano im Ketchup -Wird unser Essen jetzt intelligent?
Verbraucherschutz - Besser informiert über Gammelfleisch
Gewissenhaft -Kunden schätzen Firmen, die sich sozial engagieren
Nano schon auf vielen Oberflächen
In Sonnencremes sorgen Nano-Partikel für den UV-Schutz, bei Textilien für das Abweisen von Schmutz. Lacke sollen durch sie kratzfester werden. Ein Nano-Strukturelement verhalte sich zu einem Fußball wie ein Fußball zur Erdkugel. Risiken sehen Verbraucherschützer vor allem darin, dass selbst gut erforschte und bekannte Stoffe wie etwa das Titandioxid im Nano-Format stark veränderte physikalisch-chemische Eigenschaften aufweisen können.
Verbraucher sind grundsätzlich positiv eingestellt
Gerd Billen, Chef des vzbv, sagt, die Verbraucher wüssten derzeit nur wenig über die Nanotechnologie Bescheid. 60 von 100 Befragten schätzen ihren Wissensstand bei diesem Thema als gering ein, wie eine Studie ergeben hat, deren Zwischenbericht jetzt vorgelegt wurde. Grundsätzlich sind die Verbraucher dem Thema Nano-Technologie gegenüber positiv eingestellt, es gibt aber Unterschiede je nach Anwendungsgebiet.
Aufmöbeln von Lebensmitteln wird kritisch gesehen
So sind die Verbraucher durchaus dafür (56%), dass Lacke und Farben durch Nano-Teilchen kratzfester werden. Wenn allerdings Lebensmittel damit aufgepeppt werden sollen, damit sie länger frisch aussehen, dann lehnen das mehr als die Hälfte (53%) komplett ab, weitere 31 Prozent sind "eher" dagegen.
Beim Menschen bisher keine Schäden
Dass Verbraucher durch Nano-Partikel tatsächlich geschädigt wurden, ist bisher nicht bekannt geworden, sagt Rolf Buschmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Im Tierversuch hätten sich aber schon negative Folgen gezeigt. Bisher können die Verbraucher noch nicht einmal sicher erkennen, in welchen Produkten auch wirklich Nano drin ist, unabhängig davon, ob damit geworben wird oder nicht. 600 Produkte sollen in Europa auf dem Markt sein, so die Verbraucherzentralen.
Nano oder doch nicht Nano?
Aber es fehlt eine eindeutige Definition von Partikeln oder Materialien - und auch eine anerkannte Messmethodik. Selbst die Verbraucherschützer sind sich manchmal unsicher. Schließlich könne die wasserabweisende Eigenschaft eines Teppichs auf Nano-Teilchen, aber auch auf andere Imprägniermethoden zurückzuführen sein.
Übrigens: Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel erhalten Sie weiterführende Informationen aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Probieren Sie's aus!
Mehr Themen:
In die Röhre schauen -Premiere jagt Schwarzseher
Lebensmittel -Hunger in der Welt wegen Aldi und Co.?
Telefonwerbung -"Tastendruckmodell" bleibt verboten
Quelle: t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de
Staats- und Regierungschefs be- kräftigen ihre Solidarität. zum Video