
16.02.2011, 16:10 Uhr | Financial Times Deutschland
WestLB wird ersetzt (Foto: dap) (Quelle: AP)
Nach FTD-Informationen aus Finanzkreisen soll aus der angeschlagenen WestLB eine Verbundbank mit einem Bilanzvolumen von 40 bis 50 Milliarden Euro und risikogewichteten Aktiva von 10 bis 15 Milliarden Euro herausgelöst werden. Diese Verbundbank soll nur noch Dienstleistungsaufgaben für die Sparkassen übernehmen. Der Kapitalbedarf der Verbundbank liegt laut Beteiligten bei etwa eine Milliarde Euro. Ein Komplettverkauf ist damit vom Tisch.
Die eine Hälfte dieser Summe sollen den Angaben zufolge die beiden Sparkassenverbände in Nordrhein-Westfalen beisteuern. Weitere deutsche Sparkassen und die Landesbanken müssen die andere Hälfte schultern. Darauf verständigten sich laut Finanzkreisen am Montagabend die Chefs der Landesbanken, der Vorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) und die Landesobmänner der Sparkassen in Berlin.
Mit der Grundsatzeinigung über die Aufteilung der Lasten des Sanierungsfalls WestLB innerhalb des öffentlich-rechtlichen Bankensektors könnten die Sparkassenvertreter bei einer für Dienstag angesetzten, weiteren Krisenrunde von Vertretern des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW-Sparkassen in Berlin den endgültigen Durchbruch bringen. Der Bund hatte die Verantwortung den WestLB-Eignern und dem Sparkassenlager zugewiesen und sich bis zuletzt geweigert, Kapital für die Verbundbank bereitzustellen.
Sollten die Beteiligten bis Dienstagnacht jedoch keine Komplettlösung finden, droht die Abwicklung der kompletten Bank. Die Bundesfinanzaufsicht BaFin hat sich wegen der dabei drohenden Systemrisiken in die Verhandlungen eingeschaltet. Ihren Lösungsvorschlag muss die deutsche Seite bis Dienstagnacht bei EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia einreichen. Er verlangt vom Bund und den WestLB-Eignern, staatliche Beihilfen in Höhe von 3,4 Mrd. Euro auszugleichen.
Diese Beihilfen entstanden aus EU-Sicht dadurch, dass die WestLB bei der Auslagerung von Bilanzpositionen im Volumen von 77 Mrd. Euro in die Bad Bank Erste Abwicklungsanstalt (EAA) zu hohe Werte angesetzt hat. Ende September 2010 hatte die WestLB noch eine Bilanzsumme von rund 220 Mrd. Euro.
Sollte sich die gesamte Sparkassenorganisation an einer Aufspaltung und am Kapital der Verbundbank beteiligen, so wäre für einen strategisch wichtigen Teil der Bank der von der EU-Kommission verlangte Eigentümerwechsel vollzogen. Das Land Nordrhein-Westfalen wäre an der Verbundbank nicht mehr beteiligt.
Für die Projektfinanzierung der WestLB soll nach diesem Szenario ein Investor gesucht werden, dem allerdings Liquiditätsgarantien zugesagt werden müssten, um dieses Segment verkäuflich zu machen. Der Rest - die Rede ist von einem Volumen von knapp 100 Mrd. Euro - würde dann in die EAA geschoben und abgewickelt. Hierfür müssten über die bereits vorhandenen 17 Mrd. Euro hinaus weitere Ausfallbürgschaften übernommen werden. Wer diese trägt, war bis Montagabend unklar.
Ein Komplettverkauf der WestLB an die vom Verkaufsbeauftragte Friedrich Merz präsentierten Interessenten ist jedenfalls vom Tisch. "Unter den Bietern waren nur Finanzinvestoren, die unmögliche Bedingungen gestellt haben", hieß es in Finanzkreisen. Der WestLB-Aufsichtsrat hatte zuletzt eine Bilanzverkleinerung über die gesamte Breite der Bank beschlossen - in der Hoffnung, damit die Beihilfe-Auflagen der EU zumindest teilweise erfüllen zu können und den Verkaufsprozess bis Ende 2011 doch noch abzuschließen.
Quelle: Financial Times Deutschland
Brain schrieb:
am 15. Februar 2011 um 22:23:42
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Das ist Betrug
am Steuerzahler, für Kitas, Altenpflege etc. ist angeblich kein Geld da.
Wenn ein Gründer ein KFW-Darlehen beantrgen will,
machen die Banken auch nicht mit, weil sie daran nichts verdienen. Weg mit diese Lobbyisten-Regierung.
Auf die Straße Leute!
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Mike Kent schrieb:
am 15. Februar 2011 um 21:12:35
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Um diese Bank, so wie die ...
anderen Banken, zu "RETTEN" ist Geld genug da es spielt ide Höhe KEINE Rolle. Doch wenn der Bürger etwas
will: Geringere Sozialabgaben und Steuern, Straßen ohne Schlaglöcher, Hallenbäder usw., dann ist KEIN Geld da.
Die, welche sich monatlich TAUSENDE von Euros in die Tasche stecken und den Menschen gar nicht mehr sehen, die kriegen von den "Geretteten" noch Geschenke.
Deutsche erhebt Euch endlich gegen die Peiniger - es ist Zeit für Ägyptische-Vorbilder. Gelder aller Minister einfrieren!
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Zweistein @ Karsten um 17:52:40 schrieb:
am 15. Februar 2011 um 18:22:22
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Gelder für WestLB u.Co.
Hallo Karsten, denke dies Prinzip mit der" Finanzgestaltung" unseres Gesellschaftssystems hat Methode.Es wird darauf
hinauslaufen, daß immer mehr Bürger immer weniger Leistung (Lohn, Gehalt,Krankengeld oder ALG I bzw.II) beziehen sollen.Letzten Endes könnte ich mir eine 3 - Klassen (Nicht-)Gesellschaft vorstellen. Und die im unteren Drittel bekommen rationierte finanzielle und soziale Leistungsportionen. Irgendwann wird aus dem unteren Drittel dann ein Halbes, etc. Huxleys Schöne neue Welt !!! Z
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