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Verdacht auf Insiderhandel bei US-Banken auf dem Höhepunkt der Finanzkrise

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Schwere Vorwürfe gegen US-Geldhäuser

23.02.2010, 14:31 Uhr | Financial Times Deutschland

Drunter und drüber ging es auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008. Einige Bankmitarbeiter könnten das Chaos und vertrauliche Informationen für Insidergeschäfte genutzt haben. Der Chefkontrolleur des Bankenrettungsfonds Tarp ermittelt.

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Kapital aus Informationsfluss geschlagen?

Die US-Banken sehen sich mit Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insiderhandel konfrontiert. Neil Barofsky, der die Verwendung des Geldes aus dem Bankenrettungsfonds Tarp überwacht, prüft, ob Bankmanager die vielen Informationen, die im Herbst 2008 zwischen Regierung und der Branche flossen, für Geschäfte genutzt haben.

Tarp-Chef überprüft Handelsaktivitäten

In dieser Phase erreichte die Finanzkrise ihren Höhepunkt; acht der größten amerikanischen Institute erhielten im Oktober 2008 jeweils zwischen zwei und 25 Milliarden Dollar an Tarp-Mitteln. "Aus Tarp Geld zu bekommen, bedeutete damals, dass der Aktienkurs einer Bank steigen würde, und wir sehen uns spezielle Handelsaktivitäten von Insidern vor und nach entsprechenden Ankündigungen an, ebenso wie mögliche Tipps von Insidern", sagte Barofsky.

Unmut in den USA wächst

Die großen Wall-Street-Häuser haben die Hilfe mittlerweile zurückgezahlt. Dennoch wächst in den USA angesichts der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit der Unmut über die Rettungsaktion für die Banken.

Ermittlungen ausgeweitet

Barofsky legt vierteljährlich einen Bericht über seine Aktivitäten vor. Aus dem jüngsten, am Sonntag veröffentlichten Dokument geht hervor, dass er seine Untersuchungen im Schlussquartal 2009 erheblich ausgeweitet hat: Die Zahl der laufenden Fälle, in denen er wegen mutmaßlicher Verstöße ermittelt, kletterte von 54 im dritten Vierteljahr auf 77.

Hat die New Yorker Fed Informationen zurückgehalten?

Bei den Untersuchungen geht es neben dem Verdacht auf Insiderhandel unter anderem um mögliche Bilanzschwindeleien, Betrug mit Hypotheken, Behinderung von Ermittlungen und Geldwäsche. In einem prominenten Fall prüft Barofsky etwa, ob die Notenbank Federal Reserve Bank of New York im Zusammenhang mit der Rettung des Versicherers AIG wichtige Informationen zurückhielt.

Banken sollen Geschäftsbereiche besser trennen

Barofsky kritisiert auch das Aufkaufprogramm für risikobehaftete Vermögenswerte, bei dem private Investoren Banken mit staatlicher Unterstützung toxische Wertpapiere und Kredite abnehmen. Der Tarp-Kontrolleur hält die Struktur des Public-Private Investment Program (PPIP) für problematisch. Er fordert eine strikte Trennung zwischen jenen Fondsmanagern, die an dem Programm teilnehmen, und ihren Kollegen im selben Unternehmen, die ähnliche Wertpapiere ankaufen.

"Regeln sind unzulänglich"

Als Beispiel führt Barofsky an, dass ein Manager einer nicht genannten Gesellschaft ein Wertpapier aus einem Fonds veräußerte, der nicht an PPIP beteiligt ist. Nur Minuten später kaufte er es zu einem etwas höheren Preis zurück - mit einem vom Steuerzahler gestützten PPIP-Fonds. "Die Regeln sind unzulänglich", sagte Barofsky.

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Quelle: Financial Times Deutschland

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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "Verdacht auf Insiderhandel bei US-Banken auf dem Höhepunkt der Finanzkrise"

www schrieb: am 21. September 2011 um 14:39:01
(0) (0) Regeln sind unzulänglich
weil die Politik es so will ! Nur so sind von Betrügern ohne Eigenrisiko große Geschäfte zu machen.

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ppl schrieb: am 2. Februar 2010 um 12:23:39
(0) (0) Insiderhandel2
Gerade las ich,daß die Bafin wieder Leerverkäufe zuläßt. Fazit nichts gelernt und der Staat unterstützt diesen
Schwachsinn noch. Wenn ich etwas verkaufe, was mir nicht gehört, bin ich ein Betrüger!!
mehr Kommentar melden

ppl schrieb: am 2. Februar 2010 um 12:15:37
(0) (0) Insiderhandel
Bei Aktienbesitz der Mitarbeiter ist dieses Problem vorprogrammiert. Solange diese Ganoven nicht ein paar Jahre hinter Gitter
müssen, wird sich mit Sicherheit nichts ändern.
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