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Gefälschte Pillen überfluten Europa
07.12.2009, 09:43 Uhr | AP
Gefälschte Pillen bedrohen immer mehr die Gesundheit von Patienten in Europa (Foto: Archiv)Die EU schlägt Alarm: Gefälschte Medikamente überfluten den Binnenmarkt und bedrohen die Gesundheit von Millionen Verbrauchern. EU-Industriekommissar Günter Verheugen sagte der Zeitung "Die Welt": "Die Zahl der gefälschten Arzneimittel in Europa, die beim Patienten landen, steigt immer mehr. Die EU-Kommission ist darüber äußerst besorgt." Er forderte drakonische Strafen für Fälscher und Unternehmen, denn jedes Pillen-Plagiat sei ein "versuchter Massenmord".
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Antibiotika, Krebs- und Malariamedikamente
Es handele sich vor allem um Antibiotika, Krebs- und Malariamedikamente, cholesterinsenkende Arzneien sowie Schmerzmittel und Viagra. "Die Europäische Union hat bei gezielten Zollkontrollen in allen Mitgliedsländern innerhalb von nur zwei Monaten allein 34 Millionen gefälschte Tabletten sichergestellt. Das hat alle Befürchtungen übertroffen." Über diese Entwicklung sei die Kommission "äußerst besorgt".
t-online.de ShopNotebooks zu Top-Preisent-online.de ShopOriginelle Geschenkideen für SIE und IHNMedikamentenfälschungen ein Kapitalverbrechen
Medikamentenfälschungen seien ein Kapitalverbrechen, das mit aller Härte bestraft werden müsse. "Jede Fälschung von Medikamenten ist ein versuchter Massenmord", so Verheugen. "Selbst wenn ein Medikament nur unwirksame Stoffe enthält, kann es dazu führen, dass Menschen daran sterben, weil sie glauben, ihre Krankheit mit einem wirksamen Mittel zu behandeln."
Arzneimittel-Kette besser kontrollieren
Der Industriekommissar erwartet, dass sich die EU im Kampf gegen Arzneimittelfälschungen im kommenden Jahr darauf einigen wird, "dass der Weg einer Arznei von der Herstellung bis zum Verkauf minutiös zurückverfolgt werden kann. Dazu wird es Sicherheitszeichen auf den Medikamentenpackungen geben. Es wird auch ein Siegel geben, damit klar ist, ob und von wem die Packung gegebenenfalls geöffnet wurde, um Manipulationen der Medikamente zu verhindern." Ein Problem der Sicherheitsvorkehrungen aber bleibt: Medikamente werden wohl teurer.
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Quelle: dapd
, t-online.de