19.12.2011, 16:45 Uhr | dpa-AFX, dpa, dapd
Verbraucher in Deutschland müssen sich auf weiter steigende Stromkosten einstellen. Denn viele energieintensive Betriebe wollen sich von den Stromnetzgebühren befreien lassen. Bis Anfang Dezember gingen beim Wirtschaftsministerium nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" bereits 159 Anträge auf eine vollständige Befreiung ein.
Die Zeitung beruft sich auf die Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Ingrid Nestle. Laut Bericht liegt die Zahl der Anträge auf Befreiung von den Stromnetzgebühren deutlich über den Angaben der Industrieverbände. Die sechs Verbände der energieintensiven Industrie hätten Ende November gerademal von 20 Unternehmen gesprochen, die befreit würden. "Die Industrie versucht, uns mit falschen Zahlen zu manipulieren", sagte Nestle dazu.
Vor drei Wochen war bekannt geworden, dass die Strompreise für Kleinverbraucher 2012 ansteigen sollen - weil im Gegenzug Sonderverbraucher entlastet werden, vor allem auch große Industriebetriebe. Diese Regel hatte Schwarz-Gelb im Sommer fast unbemerkt in einer Verordnung untergebracht.
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Die seit August geltende neue Stromnetzentgeltverordnung befreit Unternehmen mit einem hohen Verbrauch fast komplett von den Netzgebühren - und das rückwirkend für das laufende Jahr. So müssen zum Beispiel Unternehmen, die mindestens 7000 Stunden pro Jahr am Netz hängen und mehr als zehn Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen, gar keine Netzentgelte mehr zahlen.
Die Kosten werden auf die Verbraucher umgewälzt. Geschätzt wird, dass die Strompreise nur durch diese Kosten um 0,75 bis knapp 1,0 Cent pro Kilowattstunde steigen könnten. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 3500 bis 4000 Kilowattstunden pro Jahr würde der "Netzaufschlag" bis zu 40 Euro pro Haushalt bedeuten.
Auch die Umstellung der europäischen Energieversorgung auf eine möglichst CO2-arme Produktion wird die Strompreise erhöhen - laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger werden die Kosten noch fast 20 Jahre lang steigen. "Jetzt zu investieren heißt, höhere Preise zu bekommen", sagte der Kommissar der "Financial Times Deutschland". Nach dem nötigen Investitionsschub werde es erst ab 2030 stabile oder fallende Preise geben.
Oettinger zufolge werden die Preissteigerungen Wirtschaft wie Verbraucher treffen. Auch der Anteil der Energieausgaben am Bruttoinlandsprodukt werde steigen, so der CDU-Politiker.
Die EU-Kommission will in dieser Woche ihre "Energie-Roadmap 2050" beschließen. Darin spielt sie fünf Szenarien durch - von einem sehr hohen Anteil erneuerbarer Energien bis zu einer Kombination aus Erneuerbaren, Atomstrom und konventionellen Kraftwerken mit CO2-Speicherung (CCS). Die EU will die CO2-Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu 1990 senken.
Quelle: dapd , dpa , dpa-AFX
Flitz schrieb:
am 19. Januar 2012 um 00:11:58
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Viele Betriebe wollen keine
Was sollen die kleinen Verbraucher denn noch alles bezuschussen?Die mickrigen
Rentenerhöhungen werden über
Gas-und Strompreise zu Gunsten der Grossverbraucher aus der Industrie gleich wieder abkassiert!!!
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geri schrieb:
am 16. Dezember 2011 um 10:16:53
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Eigenschuld
Wir haben die Politiker erst so mächtig werden lassen, sie nehmen unsere Steuern und setzen sie gegen uns ein und nicht für
uns.Das Geld gehört nicht dem Bund sondern uns und es soll für uns eingesetzt werden.
Und nun Deutscher Michl steh auf und kämpfe für dein Recht !!!!
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Raumenergie schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 18:33:30
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Strom kostenlos für immer...
...Dank der Raumenergie-Konverter.
Aber, zuerst kommt der Strommarkt-Zusammenbruch.....aus der Steckdose kommt
nix mehr.
Empfehlung, sammelt Holz....
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