30.10.2007, 07:30 Uhr | dpa-AFX / T-Online
Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg (Foto: dpa) Der Stuttgarter Autobauer Porsche tut sich schwer damit, sich den großen Wolfsburger Autokonzern Volkswagen einzuverleiben. Die VW-Mitarbeiter protestieren heftig. Die Bänder bei VW und Auto 5000 sollen Mitte der Woche für drei Stunden stillstehen. In allen sechs westdeutschen Werken werde es am 31. Oktober außerplanmäßige Info-Veranstaltungen des Betriebsrates geben, berichtet die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung". Der VW-Betriebsrat wolle damit den Druck auf den Großaktionär erhöhen. Dadurch werde die Produktion in Wolfsburg mindestens 180 Minuten lahm liegen. Rund 250 bis 300 Golf würden in Wolfsburg am Mittwoch als Folge der Informationsveranstaltungen nicht gebaut.
"Es grummelt in der Belegschaft"
In Wolfsburg und in Hannover werden die Inforunden dem Bericht zufolge an mehreren Orten im Werk und in allen drei Schichten stattfinden. In Emden seien zwei große Info-Versammlungen geplant. "Der Betriebsrat bietet Informationen über den Stand des Mitbestimmungsstreits mit Porsche an", habe ein VW-Betriebsrat gesagt. Der Unmut bei den Beschäftigten und in der IG Metall sei sehr groß, habe es im Werk geheißen. "Es grummelt in der Belegschaft. Viele finden es ungerecht, dass das kleinere Unternehmen Porsche die Macht bei VW übernimmt", habe ein Gewerkschafter der Zeitung gesagt.
Offiziell kein Arbeitskampf
Bei den Info-Versammlungen handele es sich nicht um Arbeitskampfmaßnahmen, denn diese seien während der tariflichen Friedenspflicht nicht möglich. Laut Betriebsverfassungsgesetz seien Info-Runden hingegen zugelassen. Es gehe darum, die Beschäftigten über den Stand der Gerichtsverfahren zum VW-Gesetz und zum Streit mit Porsche zu informieren, habe es geheißen.
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Quelle: t-online.de
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