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Volkswagen: Porsche bleibt bei der Mitbestimmung hart

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Porsche bleibt bei der Mitbestimmung hart

22.11.2007, 10:18 Uhr | dpa / T-Online

Die Logos von Porsche und Volkswagen (Foto: dpa) Die Logos von Porsche und Volkswagen (Foto: dpa) An der umstrittenen Mitbestimmungsregelung für die neue Porsche-Holding wird nichts mehr geändert. Das hat Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf einer Betriebsversammlung des Sportwagenbauers in Stuttgart betont. Der Porsche-Betriebsrat werde immer auf Augenhöhe mit dem Betriebsrat des anderen Teilkonzerns diskutieren, sollte es zu einer Übernahme von Volkswagen kommen. Daran werde auch nicht mehr gerüttelt, sagte Wiedeking an die Adresse des Wolfsburger Betriebsrates gerichtet.



Porsche-Chef zeigt sich optimistisch
"Ich bin aber sicher, wir kommen zu einer guten Zusammenarbeit," betonte der Porsche-Chef. Er wolle alles daran setzen, die derzeitigen Spannungen mit dem VW-Betriebsrat wieder herauszubekommen. "Wir werden Missverständnisse ausräumen," betonte Wiedeking. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte kritisiert, dass die wesentlich größere VW-Belegschaft im Aufsichtsrat der neuen Porsche Holding mit drei Sitzen genauso viel Plätze wie der Porsche-Betriebsrat bekommen soll.

324.000 VW-Arbeitnehmer im Nachteil
Osterloh warf dem Porsche-Chef vor, den "Stolz und Schwung" der VW-Belegschaft brechen zu wollen. "Herr Wiedeking hat unseren 324.000 Kolleginnen und Kollegen an mehr als 44 Standorten in der Welt mit seiner jüngsten Äußerung noch einmal ganz klar gemacht, dass er die Belegschaft des Volkswagen-Konzerns sehenden Auges benachteiligen will." 12.000 Beschäftigte von Porsche sollten in wichtigen Fragen das gleiche Recht haben wie 324.000 VW-Arbeitnehmer. "Dass das nicht in Ordnung sein kann, versteht sich von selbst. Und da gibt es auch nichts misszuverstehen. Die Vereinbarung geht zu Lasten unserer Kolleginnen und Kollegen", sagte Osterloh der dpa.

Porsche-Betriebsrat: "Wir wollen keinen Streit mit der VW-Belegschaft"
Derzeit hält Porsche knapp 31 Prozent an der Volkswagen AG. Wann die Stuttgarter mehr als 50 Prozent an Volkswagen übernehmen werden, ließ Wiedeking offen. "Wir wollen die Situation nicht morgen oder übermorgen verändern". Aber man sei gut auf die Zukunft vorbereitet, betonte der Porsche-Chef. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück verteidigte die Mitbestimmungsregelung. "Wir wollen keinen Streit mit der VW-Belegschaft", sagte Hück. Es sei falsch zu behaupten, dass die Mitbestimmung ausgehöhlt werden solle. Dies werde weder in Wolfsburg noch in Stuttgart geschehen. Hück rief die VW-Mitarbeiter eindringlich zur Gemeinsamkeit mit den Porsche-Mitarbeitern auf. Dagegen betonte Osterloh: "Mit uns geht alles, ohne uns geht nichts. So einfach ist das. Wir alle haben Porsche mit offenen Armen willkommen geheißen und sind inzwischen mehr als irritiert über das Benehmen des neuen Familienmitgliedes, das ohne Not jede Menge Porzellan zerschlagen hat."

Porsche-Chef: Gewinn hätte auch höher ausgewiesen werden können
Zum diesjährigen Rekordgewinn von fast sechs Milliarden Euro sagte Wiedeking, man habe dabei durchaus konservativ bilanziert. Der Gewinn hätte auch höher ausgewiesen werden können. "Aber auch bei uns wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Wir hatten auch Glück gehabt."

Oettinger: VW/Porsche ist eine Wagenburg
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger lobte die Beteiligung von Porsche an VW. "VW/Porsche ist eine Wagenburg, die nicht mehr übernommen werden kann", sagte er in Anspielung an die Heuschreckendiskussion. Oettinger sprach von einer «genialen» Industriepolitik, die er sich nicht besser vorstellen könne.

Mehr zum Thema:
Themenüberblick - Volkswagen und Porsche
Porsche und VW - Chronik einer engen Beziehung
VW-Übernahme - Porsche-Vorstand wendet sich an VW-Mitarbeiter



Quelle: t-online.de

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