Autoproduktion halbiert - Volvo zieht die Notbremse (Foto: imago)Die Autokrise trifft den schwedischen Autobauer Volvo immer härter. Erst am Dienstag verkündete die Ford-Tochter einen weiteren Stellenabbau. Nun will der Autobauer seine Produktionsziele für Januar und Februar auf nur noch 5000 Wagen pro Monat halbieren. Der schwer angeschlagene Mutterkonzern versucht derweil einen Kaufinteressenten für Volvo zu finden.
Niedrige Nachfrage Ursache für Produktionskürzung
Wie eine Unternehmenssprecherin der Zeitung "Göteborgs-Posten" sagte, sei die anhaltend niedrige Nachfrage der Grund für die Produktionskürzung. Ebenso wie Saab als Tochter von General Motors ist Volvo mit seinem Schwerpunkt bei großen Autos der gehobenen Preisklasse besonders hart vom derzeitigen Nachfrageeinbruch betroffen.
Massiver Stellenabbau bei Volvo
Schon im letzten Jahr hatte die Ford-Tochter Volvo deswegen über 3000 Stellen gestrichen. Am Dienstag läuteten die Schweden eine weitere Runde beim Jobabbau ein: 1620 weitere Mitarbeiter müssten gehen, sagte ein Konzernsprecher. 1020 Beschäftigte gehören der Lastwagen-Sparte an, die restlichen 600 der Antriebstechnik. Der Sprecher begründete den Schritt mit der anhaltend schwachen Nachfrage. "Und es gibt keine Zeichen der Besserung."
Drastischer Einbruch bei Pkw-Neuzulassungen
Wie hart die Krise die Autobauer inzwischen erfasst hat belegen auch die jüngsten Zahlen des Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) zu den Pkw-Neuzulassungen in Europa. Im letzten Jahr sank die Zahl der Neuzulassungen auf 14,7 Millionen Fahrzeuge und damit auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren.
Auch Honda kappt die Produktion
Nicht nur bei Volvo brennt es lichterloh: Der japanische Autobauer Honda kürzt seine Produktion in Japan um weitere 56.000 Fahrzeuge und will 3100 Zeitarbeitsjobs streichen. Die noch verbliebenen Zeitarbeitsstellen sollen bis Ende April gestrichen werden. Wie das Unternehmen in Tokio bekanntgab, sollen bis Ende des Wirtschaftsjahres zum 31. März rund 1,2 Millionen Fahrzeuge produziert werden. Ursprünglich sollten in diesem Wirtschaftsjahr 1,31 Millionen Fahrzeuge vom Band laufen. Die Kürzungen betreffen alle Honda-Fabriken des Landes sowie alle Modelle.