Credit Default Swaps
Credit Default Swaps sind eine Art Versicherung, die Gläubiger gegen einen Kreditausfall abschließen können. Dabei verpflichtet sich zum Beispiel eine Bank oder ein Hedgefonds, bei einem Kreditausfall die Summe zu ersetzen und erhält im Gegenzug eine Gebühr. Die Swaps können etwa für Anleihen, Bankkredite oder Hypotheken abgeschlossen werden. Damit verteilen Gläubiger das Risiko.
Credit Default Swaps unterliegen vor allem in den USA kaum einer Regulierung, so dass Investoren die Versicherungen auch dann kaufen können, wenn sie der entsprechenden Firma keinen Kredit gewährten und nur auf ein steigendes Ausfallrisiko wetten. Deswegen ist der Wert der Papiere weltweit mit geschätzten mehr als 60 Billionen Dollar viel höher als die eigentliche Kreditsumme. Die Swaps spielen in der Finanzmarktkrise eine wichtige Rolle. Der US-Versicherer AIG geriet wegen derartiger Geschäfte an den Rande des Zusammenbruchs und konnte nur mit Staatshilfen gerettet werden. Eine Pleite hätte möglicherweise weitere Investoren ins Trudeln gebracht, die wiederum Credit Default Swaps von AIG kauften.