
05.02.2012, 13:44 Uhr | Spiegel Online
Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des "Spiegel" soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.
IBM will allein in Deutschland bis zu 8000 Stellen streichen, doch das ist nicht alles. Denn der Plan ist offenbar Teil einer grundlegenden Neuorganisation von Arbeitsstrukturen. Einem internen Papier zufolge, das dem "Spiegel" vorliegt, will IBM die Beziehungen zu seinen Arbeitskräften radikal verändern.
So soll der Konzern künftig nur noch von einer kleinen Kernbelegschaft geführt werden. Spezialisten und Fachkräfte hingegen will IBM auf einer eigens gegründeten Internetplattform anwerben. Dort sollen sich freie Mitarbeiter aus der ganzen Welt präsentieren und nach bestimmten, von IBM entworfenen Qualitätsmerkmalen zertifiziert werden.
Ähnlich wie beim sozialen Netzwerk Facebook könnten Arbeitnehmer in dem IBM-Modell Bewertungen und Zeugnisse der Arbeitgeber erhalten, die dann von anderen Unternehmen eingesehen werden. Die in einer "Cloud" (Wolke) organisierten Arbeitskräfte, heißt es in dem IBM-Papier, würden internationale Arbeitsverträge erhalten, um restriktive Vorschriften in den jeweiligen Heimatländern zu umgehen.
Außerdem sollen sie auch nur für die Dauer der jeweiligen Projekte beschäftigt werden. Ein solches System, in dem weltweit Arbeitskräfte um befristete Jobs auf Internetplattformen konkurrieren, würde Konzernen wie IBM gewaltige Einsparungen bringen und die Effizienz erheblich steigern.

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Der Konzern selbst wollte keine Stellung nehmen. "Als innovatives Unternehmen", hieß es lediglich, "sondieren wir ständig eine Fülle von Wegen und Vorgehensweisen, die Kunden Mehrwert bieten. Produktivität zu steigern und Talente zu fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ist eine entscheidende Komponente in unserem Geschäftsmodell."
IBM ist mit seinem Arbeitsmodell konsequenter Vorreiter einer Entwicklung, die sich in Deutschland bereits seit längerem abzeichnet. Nach bisher unveröffentlichten Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sank die Zahl der unbefristeten Vollzeitjobs von 1999 bis 2009 um 18,5 Prozent. Mittlerweile sind nur noch etwas über die Hälfte alle Arbeitnehmer so beschäftigt. Zugleich stieg die Zahl der atypischen Erwerbsformen - etwa Leiharbeit oder Solo-Selbständigkeit - um fast 79 Prozent an
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Quelle: Spiegel Online
willi schrieb:
am 5. Februar 2012 um 19:01:02
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ibm u.s.w.
Wir bekommen mehr und mehr amerikanische Verhältnisse.In vielen Bereichen schleichen sie sich unterschwellig ein.Wann wachen die
Deutschen endlich auf und tun was dagegen!!!!!!!
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addajohannes schrieb:
am 5. Februar 2012 um 18:56:54
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IBM
IBM schafft den Miet-Jobber
Eine Art arabische Revolution muss hier endlich stattfinden. Die Gewerkschaftler müssen reagieren!! Schon
seit Jahrzenten hat man in Deutschland nur noch wenig von den Gewerkschaften wahr genommen wann wollt ihr endlich anfangen? Ab sofort auf die Straße, ab sofort Konsumstreik gegen alle Firmen, die so etwas unterstützen! Lasst Taten sprechen, habt ihr vergessen wofür Gewerkschaft steht oder seid ihr handlanger der Industrie? Na mal sehen was die Deutschen sich noch
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Zyniker schrieb:
am 5. Februar 2012 um 18:53:50
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IBM
nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird! IBM muss, so scheint es, das Wasser schon am Hals stehen d.h. das Ende ist nahe.
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