11.07.2011, 15:45 Uhr | t-online.de, sia
In Vorstellungsgesprächen lauern jede Menge Fallstricke. (imago)
Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch habe ich den neuen Job schon so gut wie in der Tasche, denkt mancher Bewerber. Weit gefehlt: Ein falscher Satz im Interview kann genügen, um alle Chancen auf die Traumstelle zunichte zu machen. Wir verraten Ihnen zehn Sätze, die Personaler gar nicht hören wollen und die Sie sich verkneifen sollten, wenn Sie nicht abblitzen möchten.
Auch wenn Sie eine längere Jobsuche jede Menge Nerven gekostet hat: "Ich suche seit Monaten eine neue Stelle!" - so unverblümt müssen Sie dem Personaler Ihre Verzweiflung nicht auf die Nase binden. Denn der wünscht sich einen Bewerber, der sich für den freien Arbeitsplatz begeistert und wird wenig Mitgefühl für Ihre Situation aufbringen. Wer betont, wie sehr er sich auf die neue Aufgabe freut, hat da wesentlich bessere Karten - und nicht schon im ersten Durchgang verspielt.
Ein souveräner Auftritt im Interview ist die Voraussetzung, den Job zu ergattern. Eher unsicher wirken aber Kandidaten, die extrem tiefstapeln. Der Vorschlag "Ich würde auch ein Praktikum bei Ihnen machen" signalisiert, dass sich der Bewerber eine reguläre Stelle möglicherweise noch nicht zutraut. Entsprechend wird der Personalchef die auch anderweitig vergeben.
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Zum heiklen Thema kann auch der letzte Arbeitgeber des Kandidaten werden. "Mein Chef war eine totale Niete!" - Bewerber, die abwertende Aussagen über ehemalige Vorgesetzte machen oder üble Geschichten über Kollegen zum Besten geben, outen sich damit als illoyal und unprofessionell. Und werden von keinem Unternehmen eingestellt werden.
Sie denken: Ich bin hoch qualifiziert und kann deshalb fordern, was ich will? Da liegen Sie falsch, sagen Karriereberater. Bewerber, die großspurig etwa mit "Was bieten Sie mir denn?" oder "Unter 100.000 Euro im Jahr geht gar nichts" übers Gehalt verhandeln, werden demnach höchstwahrscheinlich feststellen, dass ihnen ein Kandidat mit realistischeren Vorstellungen den Job vor der Nase weggeschnappt hat.
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Selbst beim Abschied vom Personaler lauert noch ein Fettnäpfchen: Mit einem "Dann hätten wir ja alles besprochen!" sollten Sie das Gespräch möglichst nicht von sich aus beenden. Grundsätzlich erklärt der Unternehmensvertreter das Interview für beendet, betonen Bewerbungsprofis. Der perfekte Bewerber hingegen bedankt sich demnach noch einmal für die Einladung - und sorgt so dafür, dass er dem Personaler in guter Erinnerung bleibt.
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Quelle: t-online.de
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