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VW vertagt Karmann-Entscheidung
30.11.2009, 15:19 Uhr | dpa-AFX
VW verschiebt Entscheidung zu Karmann-Einstieg (Foto: dpa) Volkswagen hat noch keine Entscheidung über einen möglichen Einstieg beim insolventen Osnabrücker Autozulieferer Karmann getroffen. Über das Thema sei bei einer Sondersitzung des Aufsichtsratssitzung nicht gesprochen worden, sagte Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff (CDU) in Wolfsburg. Zur Begründung hieß es, man sei angesichts eines große Beratungsbedarfs bei anderen Themen nicht mehr dazu gekommen. Der Aufsichtsrat vertagte sich auf den 20. November, wie ein VW-Sprecher bestätigte. An diesem Tag ist eine reguläre Sitzung des Gremiums geplant. Möglicherweise würden sich die Aufsichtsräte aber schon am 19. November treffen, um die noch offenen Fragen zu beraten, hieß es.
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Ex-Conti-Chef wird VW-Top-Manager
Eine wichtige Personalie entschieden die Aufseher jedoch auf ihrer Sitzung: Der frühere Conti-Chef Karl-Thomas Neumann wird Top-Manager bei Volkswagen. Der 48-Jährige wird bei Europas größtem Autobauer zum 1. Dezember Konzernbeauftragter für Elektroantriebe. Die Funktion wird neu geschaffen. Neumann gilt damit auch als ein möglicher Nachfolger des 62 Jahre alten VW-Konzernchefs Martin Winterkorn. Neumann war noch bis September dieses Jahres Vorstandschef des Autozulieferers Continental . Er war nach nur einem Jahr an der Conti-Spitze nach einem Streit mit Großaktionär Schaeffler aus dem Amt geschieden. Neumann war bereits von 1999 bis 2004 bei VW und leitete dort unter anderem die Elektronikforschung.
Porsche-Details auf der Tagesordnung
Neben einem möglichen Einstieg von VW bei Karmann standen auch die Details bei der geplanten Übernahme des Sportwagenbauers Porsche durch VW auf der Tagesordnung des Kontrollgremiums. Es geht dabei um die konkreten Verträge für die Integration von Porsche in den VW-Konzern. Bisher gab es dazu nur eine Grundlagenvereinbarung, die Einzelheiten wurden bis zuletzt noch verhandelt. Die Beratungen über die komplexen juristischen Details bei der Verschmelzung der beiden Autobauer seien aber sehr zeitaufwendig gewesen. Die Verträge sollen deshalb in der kommenden Woche noch einmal auf den Tisch kommen.
Porsche gibt weitreichende Jobgarantien
Porsche hat seinen Mitarbeitern derweil weitreichende Jobgarantien auf dem Weg zur Fusion mit VW gegeben. Im Zuge der bei dem Sportwagenbauer anstehenden Veränderungen vor dem Zusammengehen mit den Wolfsburgern werde es keine Kündigungen geben, heißt es in einem Schreiben an die Beschäftigten. Insgesamt arbeiten bei dem Sportwagenbauer mehr als 12.000 Menschen
Quelle: t-online.de
, dpa-AFX