Suzuki: Volkswagen steigt bei dem japanischen Autobauer ein (Foto: Reuters)Der deutsche Autobauer Volkswagen steigt beim japanischen Konkurrenten Suzuki ein. Das gab der Wolfsburger Konzern am frühen Mittwochmorgen bekannt. Zuvor hatte Unternehmenschef Osamu Suzuki der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" gesagt, Suzuki verhandele über eine Zusammenarbeit und VW sei der einzige Verhandlungspartner. Nähere Angaben machte er aber noch nicht. Von VW hieß es nun, man werde 19,9 Prozent an Suzuki erwerben. Im Gegenzug beteilige sich der japanische Konzern an Volkswagen, indem er die Hälfte des Kaufpreises in VW-Aktien investiert.
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1,7 Milliarden Euro für knapp 20 Prozent
Volkswagen zahlt für den Einstieg bei Suzuki 1,7 Milliarden Euro. Das sagte ein VW-Sprecher in Tokio. Ob Europas größter Autokonzern den Anteil später möglicherweise erhöht, wollte der Sprecher nicht sagen.
VW weiter auf Einkaufstour
VW hatte vor kurzem 49,9 Prozent des deutschen Sportwagenbauers Porsche übernommen. Die komplette Übernahme soll im Jahr 2011 abgeschlossen werden. Porsche wird damit die zehnte VW-Marke. VW-Chef Ferdinand Piëch hatte im September gesagt, sein Konzern werde sich möglicherweise um zwei weitere Marken bemühen. Zwölf sei eine "gute Zahl", sagte er.
Suzuki rundet Palette nach unten ab
Suzuki ist für den Wolfsburger Konzern interessant, weil das japanische Unternehmen insbesondere Motorroller und Kleinwagen baut. Die Suzuki-Aktien legten am Mittwochvormittag in Tokio um 3,5 Prozent zu.
Dudenhöffer: geschickter Schachzug
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hält den Einstieg für eine geschickte Strategie, um an die Weltspitze vorzurücken. "Damit haben sie den Schlüssel, weltweit die Marktführerschaft zu erringen", sagte Dudenhöffer. Suzuki sei vor allem bei günstigen Kleinwagen stark. "In Wolfsburg kann VW die nicht entwickeln", sagte Dudenhöffer. Das Segment sei aber der am schnellsten wachsende Bereich in der Autowelt. Dudenhöffer geht davon aus, dass VW in den nächsten fünf bis zehn Jahren Suzuki komplett übernehmen wird. Sehr geschickt sei es auch, den Kauf zur Hälfte mit Aktien zu bezahlen.