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VW wächst stark in China

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VW wächst stark in China und warnt vor 2012

21.11.2011, 12:34 Uhr | dpa, dpa-AFX

VW verbucht China weiter Erfolge (Quelle: Reuters)

Arbeiter vor einer VW-Werbung in Shanghai (Quelle: Reuters)

VW bleibt im Reich der Mitte begehrt: Trotz der Abkühlung auf dem chinesischen Automarkt ist Volkswagen in den ersten zehn Monaten dieses Jahres stark gewachsen. Der Absatz des größten europäischen Autokonzerns sei um knapp 15 Prozent auf 1,9 Millionen Autos gestiegen. Trotzdem werde das Jahr 2012 schwierig, wie Konzernchef Martin Winterkorn warnte. Die VW-Aktie notierte in einem schwachen Gesamtmarkt niedriger.

Wachstum in China kühlt sich ab

"Unser Marktanteil wächst und liegt bei knapp 19 Prozent", sagte VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann zum Auftakt der internationalen Automesse in Kanton (Guangzhou) vor Journalisten. In diesem Jahr werde VW auf seinem wichtigsten Markt erstmals mehr als zwei Millionen Autos verkaufen.

Das rasante Wachstum auf dem weltgrößten Automarkt in den vergangenen zwei Jahren von mehr als 30 und 40 Prozent komme jetzt wieder auf ein "normales Niveau" zurück, fuhr Neumann fort. Er rechnet im kommenden Jahr mit einem Wachstum des gesamten Personenwagenmarktes in China von rund acht bis zehn Prozent, wobei Minivans nicht mitgerechnet sind, wo die Verkäufe besonders stark eingebrochen sind.

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VW setzt auf kleinere chinesische Städte

Volkswagen wolle auch im nächsten Jahr wieder schneller als der Markt wachsen. "Wir sind nicht pessimistisch", sagte Neumann zu der Abkühlung. Durch das bisher starke Wachstum stoße Volkswagen an die Grenzen der Kapazität seiner bereits voll ausgelasteten Fabriken. "Für uns ist es viel besser, wenn es nicht 30 Prozent Wachstum sind", sagte der VW-China-Chef.

Der chinesische Markt werde aber besonders in den mittleren und kleineren Städten Chinas weiter wachsen, wo immer mehr Menschen sich ein Auto leisten könnten. "Das wird unser wesentlicher Wachstumsbereich für eine ganze Reihe von Jahren sein."

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Drohende Überkapazitäten in der Volksrepublik

Skeptischer äußerte sich Ferdinand Dudenhöffer, der Direktor des Centers Automotive Research (CAR). "Alle erweitern in China, eröffnen neue Werke, weiten ihre Modellangebote aus", sagte er in Kanton. "Die Überkapazitäten wachsen in China deutlich." Das Geschäft auf dem größten Neuwagenmarkt der Welt werde im nächsten Jahr riskanter, warnte der Professor. Der Markt in China, der in den vergangenen zwei Jahren Wachstumsraten von mehr als 30 und 40 Prozent erlebte, beruhige sich.

"Gleichzeitig geht der Kapazitätsaufbau ungebremst weiter." China bemühe sich zwar durch staatliche Lenkung, die Überkapazitäten in den Griff zu bekommen. "Das wird allerdings nicht vollständig gelingen."

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Die Gefahr durch überschüssige Kapazitäten gelte auch für den Premiumsektor, der bisher noch starke Zuwächse verbuchen konnte. "Audi, BMW, Mercedes werden den Gegenwind im nächsten Jahr auch zu spüren bekommen", sagte Dudenhöffer. "Die Konjunktur verdirbt die Preise, die Wettbewerber kommen mit Kaufanreizen. Die Gewinne in China werden in 2012 sinken."

VW warnt vor schwierigem Jahr 2012

Derweil warnte Konzernchef Martin Winterkorn vor einem schwierigen Jahr 2012. "Keine Frage: 2012 wird wesentlich härter, vor allem in Europa, und das speziell in den hochverschuldeten Ländern wie Italien oder Spanien", sagte er dem "Handelsblatt". In Spanien komme VW beispielsweise auf einen Marktanteil von einem Viertel mit allen Marken. Der Gesamtmarkt werde 2012 vermutlich weiter schrumpfen. Darunter werde auch VW leiden.

"Insgesamt rechnen wir in Europa mit einem Marktrückgang", sagte Winterkorn. Aber auch die Entwicklung in anderen Weltregionen gelte es genau zu beobachten. Allerdings wachse die Nachfrage in China und Amerika weiter. "Klar ist, dass wir auch 2012 eine hohe Auslastung fahren", erklärte der Manager.

Trotz des Streits mit Suzuki hält VW unterdessen an seiner Beteiligung am japanischen Kleinwagenspezialisten fest. "Unseren Anteil an Suzuki in Höhe von 19,9 Prozent verkaufen wir nicht", sagte Winterkorn. Wenn bei Suzuki die aktuelle Führungsmannschaft nicht mit VW zusammenarbeiten wolle, dann wolle es vielleicht die nächste Generation. Die beiden Partner werfen sich gegenseitig Vertragsverletzungen vor. Suzuki dringt auf einen Rückzugs des Großaktionärs.


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Quelle: dpa-AFX , dpa

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