22.03.2010, 08:22 Uhr | dpa
Heckler und Koch: Durchsuchung bei mehreren Waffenfirmen (Foto: dpa)
Das Bundeskartellamt hat mehrere Waffenfirmen durchsucht. Darunter befindet sich laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" auch der bekannte Waffenbauer Heckler und Koch (H&K). Anlass ist ein Beschwerde des Münchner Waffenherstellers Armatix wegen Wettbewerbsbehinderung, wie ein Sprecher des Kartellamtes sagte.
Auslöser der Untersuchung sind laut "Spiegel" Vorwürfe von Armatix, wonach H&K seine Lieferanten zu einem Boykott einer Technologie zur elektronischen Sicherung von Pistolen aufgerufen habe.
Das Münchner Unternehmen will selbst in die Produktion einsteigen, weil Heckler und Koch einen Vertrag über eine Zusammenarbeit nicht erfüllt haben soll. Dazu will Armatix mit denselben Zulieferern wie Heckler und Koch zusammenarbeiten, was dem bekannten Waffenbauer nicht gefällt.
H&K-Geschäftsführer Beyeler bestätigte die Durchsuchung gegenüber dem Magazin, sieht aber keine Hinweise, dass der Verdacht "irgendwie begründet sein könnte". Beyeler sagte, dass man für die Technologie von Armatix keinen Markt sehe und deshalb die Zusammenarbeit mit Armatix eingeschlafen sei. Armatix bereitet nun eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe vor, schreibt der "Spiegel".
dpa
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