Die Wall Street in New York (Foto:imago)Gerade erst sind die schlimmsten Nachwehen der Finanz- und Immobilienkrise überstanden, da kündigt sich das nächste Erdbeben an. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge ermitteln die US-Behörden in einem der bisher größten Insiderhandel-Skandale an der Wall Street. Wie die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, werden in großem Stil Klagen gegen Händler und Berater teils namhafter Finanzinstitute vorbereitet.
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Händler warnt seine Kunden
Es geht um etwa drei Dutzend Institute und Firmen, gegen die bereits seit drei Jahren ermittelt wird. Die Ermittlungen seien vermutlich die umfangreichsten dieser Art, die jemals in den USA geführt wurden. Bekannt wurde der Fall durch einen Händler, der Kunden und Kollegen in einer E-Mail von der Durchsuchung seiner Räume durch das FBI berichtete. In seinem Bericht zitiert das "Wall Street Journal" aus dem Schreiben.
Goldman Sachs im Visier
Wie es in dem Bericht weiter heißt, hätten die US-Behörden regelrechte Netzwerke von Investment-Bankern, Managern von Hedge Fonds und Unternehmen aufgedeckt, die mit ihren Geschäften illegal Millionengewinne erwirtschaftet hätten. Im Visier der Ermittler seien Mitarbeiter namhafter Finanzinstitute. Darunter das Geldhaus Goldman Sachs, das im Verdacht steht vertrauliche Informationen über Firmenzusammenschlüsse auf dem Gesundheitsmarkt an Händler weitergereicht zu haben.
Auch gegen sogenannte unabhängige Experten-Firmen werde ermittelt, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. Diese Analysten-Firmen sollen gegen hohe Gebühren nicht-öffentliche Informationen an Hedge Fonds vermittelt haben. In den Ermittlungen habe es bereits erste Anhörungen vor einer Grand Jury in New York gegeben. Mit den ersten Klagen sei gegen Ende des Jahres zu rechnen.