24.08.2011, 14:02 Uhr | AFP
Euro-Löhne in der Schweiz - kein gutes Geschäft für die Mitarbeiter (Quelle: Reuters)
Unter dem derzeitigen Höhenflug des Franken leiden die Geschäfte vieler Unternehmen in der Schweiz. Eine Firma hat jetzt zu drastischen Maßnahmen gegriffen: Der Uhren- und Luxusgüterhersteller Sycrilor will seine Mitarbeiter künftig in Euro bezahlen. Für die Beschäftigten würde das deutliche Gehaltseinbußen bedeuten. Mit einem Warnstreik haben sie heute gegen die neue Regelung protestiert.
80 Mitarbeiter von Sycrilor in Noirmont nahe an der Grenze zu Frankreich - die meisten von ihnen Grenzgänger - haben am Dienstag, 24. August, für eine Stunde ihre Arbeit niedergelegt. Das berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA.
Die Sycrilor-Mitarbeiter waren Ende Juli informiert worden, dass sie künftig ihre Löhne auf Basis eines festen Eurokurses ausbezahlt bekommen. Wegen des zur Zeit starken Schweizer Franken entspricht dies laut der Gewerkschaft Unia einer Lohnsenkung von bis zu 30 Prozent.
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Sycrilor-Geschäftsführer Marc Epstein erklärte sich laut SDA zu Verhandlungen mit der Gewerkschaft bereit. Sein Unternehmen, spezialisiert auf die Behandlung von Metallen für Präzisionsteile, leidet laut Bericht wie andere exportorientierte Unternehmen auch unter der Stärke des Franken. Durch den gegenüber dem Euro in diesem Jahr um rund 20 Prozent gestiegenen Kurs sind die Produkte des Unternehmens auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig.
Quelle: AFP
Skeptiker schrieb:
am 27. August 2011 um 13:16:47
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Euro
Liebe Schweizer,haltet euch vom Euro fern,nach Einführung war unser Geld nur noch die Hälfte Wert.Zu DM Zeiten mußte nicht über jede
Anschaffung nachgedacht werden,heute muß man als Familie jeden Eure 3 mal umdrehen bevor man ihn ausgibt.Beispiel 1 Pommes zu DM Zeiten 1,5DM
heute bis zu 2,2Euro.Aber die deutsche Politik will uns immer noch weismachen das der Teuro nur ein gefühlter Teuro ist.
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Leser schrieb:
am 27. August 2011 um 13:14:42
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@Schlumm
genau das ist das Problem. Man hat in D, auch aus Lohnkostengründen, den Binnenmarkt total vernachlässigt. Ist auch einfacher den
Leuten zu sagen, es gibt nicht so viel Lohn sonst sind unsere Produkte in Ausland zu teuer. Genau das würde jetzt passieren. Mit der extrem starken D- Mark jetzt, würde es schlicht in schwächeren Staaten keine Kunden mehr geben (Siehe Schweiz). Wenig Export = Katastrophe in D da extrem exportorientiert = Binnenmarkt bricht über 80% ein. - Alles klar?
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Richard schrieb:
am 25. August 2011 um 11:35:18
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Libyen
Die Schweizer reden wenigstens über das Problem. Wir hatten in Deutschland das gleiche Problem mit der D-Mark. Bloss damals durfte ja
nicht darüber geredet werden. Ich beglückwünsche die Schweizer zu ihrem Realitätssinn. Hoffentlich finden die eine Lösung, bevor wie damals bei uns hunderttausende von Industriearbeitsplätzen vernichtet werden.
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