15.03.2010, 12:08 Uhr | dpa
Warren Buffett - das "Orakel von Omaha" (Foto: Reuters)
Der drittreichste Mann der Erde lebt bescheiden: Der legendäre US-Investor Warren Buffett hat sich auch im vergangenen Jahr ein Gehalt von lediglich 175.000 Dollar (129.000 Euro) gegönnt. 100.000 Dollar erhielt er als Chef seiner Investmentholding Berkshire Hathaway, weitere 75.000 Dollar bekam er als Verwaltungsrats-Mitglied der "Washington Post". Seit fast drei Jahrzehnten flattert dem 79-Jährigen damit der gleiche fixe Gehaltsscheck ins Haus.
Dabei schaffte seine Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise einen Gewinn von unterm Strich 8,1 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: RWE als einer von Deutschlands bestverdienenden Konzernen kam auf 3,6 Milliarden Euro Gewinn; Vorstandschef Jürgen Großmann bekam dafür ein Gehalt von 7,2 Millionen Euro. Siemens-Chef Peter Löscher kassierte bei einem Gewinn von 2,5 Milliarden Euro 7,1 Millionen Euro.
Etliche Beschäftigte verdienen dabei mehr als er selbst. So bekam Berkshire-Finanzchef Mark Hamburg für das vergangene Jahr eine Gehaltserhöhung um elf Prozent auf 874.750 Dollar. Berkshire Hathaway hat rund 80 eigene Töchter und hält Beteiligungen an einer ganzen Reihe von namhaften Großkonzernen, vor allem aus der Finanzindustrie. 286.000 Menschen arbeiteten direkt für Buffett.
Auf sein Gehalt angewiesen ist Buffett ohnehin nicht. Ihm gehört immer noch ein knappes Viertel an Berkshire Hathaway. Das Aktienpaket ist nach aktuellem Stand rund 50 Milliarden Dollar wert. In der Reichenliste des US-Magazins Forbes rangiert Buffett auf Rang drei hinter dem mexikanischen Telekommunikations-Tycoon Carlos Slim Helu und Microsoft-Gründer Bill Gates.
Boni lehnt Buffett ab, sowohl für sich, als auch für seine direkten Mitarbeiter. Er ist einer der schärfsten Kritiker einer ausgeuferten Managervergütung. Erst jüngst wetterte er gegen Bankchefs, die trotz Versagens üppige Bezüge kassieren zu Lasten der Aktionäre und der Steuerzahler. Wenn der Chef einer Bank versage, müsse das "einschneidende" finanzielle Konsequenzen haben, forderte er.
Privates und Geschäftliches trennt Buffett strikt. Er legt Wert darauf, Firmenjets lediglich für geschäftliche Zwecke zu benutzen. Für persönliche Anrufe und Porto erstattete er Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr 50.000 Dollar, wie er in einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC aufschlüsselte. Einzig die Kosten für seine persönliche Sicherheit lässt er die Firma übernehmen, die dafür im vergangenen Jahr 344.490 Dollar aufwendete.
Buffett ist das Streben nach Luxus fremd. Er lebt noch heute im selben Haus in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska, das er 1958 für 31.500 Dollar gekauft hatte. Bei öffentlichen Auftritten wirkt er zutiefst bescheiden.
Buffett hatte die kleine Textilfirma Berkshire Hathaway in den 1960er Jahren übernommen und sie mit klugen Investitionen zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Sein untrüglicher Riecher für Geldanlagen brachte ihm den Spitznamen "Orakel von Omaha" ein. Für unzählige Anleger in Amerika und aller Welt ist Buffett eine Kultfigur, viele machte er als Aktionäre von Berkshire Hathaway reich.
dpa
Gunter S. schrieb:
am 15. März 2010 um 14:45:12
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W.Buffett
Vielleicht muß man erst einmal sehr viel Geld haben, um sich erlauben zu können, damit wie mit Spielgeld umzugehen. Das Hin - und
Herschieben der Knete als spaßiges Monopoly eben. Immerhin hat WB den sportiven Ehrgeiz, immer noch mehr zu sammeln, vielleicht schärft auch da seine innere Distanz und Unabhängigkeit den Blick. Die Welt als spielerische Herausforderung sehen können und nebenbei noch den Gutmenschen herauslassen, das wäre ein Leben. Der Mann muß wenigstens keine Hecken schneid
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Philosoph schrieb:
am 15. März 2010 um 13:16:20
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Deppendorfer
aber hallo, sind Sie wieder mal mit dem falschen Fuß aufgestanden. Warren Buffet ist kein Abzocker, er haut auch keinen übers
Ohr. Hier haben Sie aber wieder mal einen Kommentar losgelassen, genau wie Tester, der trieft irgendwie vor Neid.
Es wird immer und ewig Menschen auf der Welt geben die haben fast nichts und welche, die haben viel. Genauso wie es Faule und Fleißige, Strebsame gibt. Das ist der Lauf der Welt, daran kann niemand etwas ändern.
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Philosoph schrieb:
am 15. März 2010 um 13:10:42
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Buffet
Ja, die ganz Reichen, die zeigen eigentlich wie es geht. Warum mit seinem Geld protzen? Das lockt nur Mücken und andere Blutsauger
an. Mir gefällt es wie Warren Buffet sich zurückhält, genau wie Theo Albrecht. Prahlt man mit allem hat man viele falsche Freunde, bekommt Bettelbriefe. Jedoch lebt man bescheiden, trauen sich das viele Menschen dann nicht, die Person dann anzubaggern. Das ist gut so.
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