
25.05.2011, 17:34 Uhr | Spiegel Online
Welcher Chef ist sein Geld wert, welcher nicht? Das "Manager Magazin" hat die 50 größten Unternehmen Europas untersucht - und das Gehalt der Bosse mit ihrer Leistung verglichen. Das Ergebnis ist erschreckend, vor allem bei Finanzkonzernen: Nur wenige Spitzenverdiener sind wirklich spitze.
Rund 19 Millionen Euro hat Bob Dudley für das Jahr 2010 eingestrichen. Er ist Chef des skandalgebeutelten Ölmultis BP - und trotzdem der höchstbezahlte Konzernlenker Europas. Gemessen an seiner Leistung landet Dudley hingegen weit hinten. Der fürstlichen Bezahlung stehen eine negative Rendite für die Aktionäre sowie eine negative Eigenkapitalrendite gegenüber: Im Pay-for-Performance-Ranking des "Manager Magazins" landet Dudley unter den 50 wichtigsten Konzernbossen Europas an viertletzter Stelle.
Beim Pay-for-Performance-Ranking, welches das "Manager Magazin" gemeinsam mit der Berliner Humboldt Universität erstellt, wird das Gehalt von Spitzenmanagern mit ihrer Leistung verglichen. Untersucht werden dabei alle 50 Unternehmen, die in dem Börsenindex Euro-Stoxx gelistet sind.
Deutlich besser als Dudley schneiden Vorstandschefs von Pharma-, Chemie- und Konsumgüterkonzernen ab. Sie sind allesamt im oberen Viertel des Leistungsrankings zu finden. Der inzwischen ausgeschiedene BASF-Boss Jürgen Hambrecht zum Beispiel bekam im Vorjahr ein Gehalt von rund fünf Millionen Euro - lieferte dafür aber auch eine Aktionärsrendite von 30 Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent ab. Mit anderen Worten: Hambrecht hat für sein Gehalt viel Gegenwert geschaffen, im europäischen Leistungsvergleich kommt er deshalb auf Platz elf.
Bei der Berechnung der Aktionärsrendite (Total Shareholder Return) werden die prozentuale Entwicklung der Aktie sowie die gezahlte Dividende berücksichtigt. Davon werden dann, ebenso wie bei der Ermittlung der Eigenkapitalrendite, die Eigenkapitalkosten abgezogen. Ein Konzernchef, der für die Aktionäre viel Mehrwert schafft, die Eigenkapitalrendite in die Höhe treibt und sich gleichzeitig mit einem maßvollen Gehalt zufriedengibt, erreicht auf diese Weise einen hohen Pay-Performance-Wert.
Platz | Manager | Unternehmen | Aktionärs- | Eigenkapital- | Gehalt |
1 | Karl-Johan Persson | Hennes & Mauritz | ca. 27% | 38% | 1,1 Mio. |
2 | Severin Schwan | Roche | -* | 97% | 5,4 Mio. |
3 | Paul Adams | British American Tobacco | 27% | 30% | 3,0 Mio. |
4 | Paul Bulcke | Nestlé | 21% | 57% | 10,5 Mio. |
5 | Tom Albanese | Rio Tinto | 30% | ca. 20% | 3,6 Mio. |
6 | Paul Polman | Unilever | 11,2% | 26% | 4,7 Mio. |
7 | Paul Walsh | Diageo | 11,2% | 40% | 8,4 Mio. |
8 | David Brennan | AstraZeneca | 32% | -* | 7,7 Mio. |
9 | Marius Kloppers | BHP Billiton | 32% | 21% | 7,6 Mio. |
10 | Oswald J. Gruebel | UBS | 13,5% | 9,3% | 2,1 Mio. |
11 | Jürgen Hambrecht | BASF | 30% | 13% | 5,1 Mio. |
12 | Bill McDermott / | SAP | 6,8% | 13,3% | 4,8 Mio. |
*keine Angaben
Spitzenreiter - und mit einem Pay-Performance-Wert von 100 Prozent gleichzeitig Vergleichsmaßstab für alle anderen Konzernchefs - ist für das Jahr 2010 Karl Johan Persson, Chef der Modekette H&M. Sein Gehalt liegt im europäischen Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt - die Performance, die er ablieferte, dafür umso stärker über dem Mittelwert.
DAX-Chefs wie Josef Ackermann oder Michael Diekmann landen im Ranking überwiegend unter "ferner liefen". Denn die im Euro-Stoxx notierten Finanzkonzerne gehörten im Jahr 2010 nicht gerade zu jenen Unternehmen, die ihren Aktionären besonders große Freude bereitet haben.
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Quelle: Spiegel Online
GBTate schrieb:
am 25. Mai 2011 um 19:55:41
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Ja ja Statistiken
Die Auflistung sollte zur fristlosen Entlassung der Erzeuger führen. Sie sagt schlicht nichts aus. Im produzierenden
Gewerbe ist interessant das Verhältnis Umsatz zum Gewinn. Bei Banken wäre eine solche Rechnung aberwitzig. Deshalb spricht Ackermann auch von einer Rendite bezogen auf das Kapital. Wie immer zeigt die Nachricht zum einen, die Leutschen haben keinen Schimmer worüber sie übnerhaupt reden, zum weiteren geht es nur um Meinungsmache. Und alle fallen darauf rein.
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ich schrieb:
am 25. Mai 2011 um 19:41:43
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Purzel
Und vielleicht solltest du die mal überlegen, das die wahren Manager in Deutschland die Chefs der vielen kleinen Betrieben sind, die
Verantwortung über ihre Mitarbeiter übernehmen, und deren Betrieb nicht über Nacht mehr Wert ist wenn sie ankündigen die Hälfte der Belegschaft zu endlassen.
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ich schrieb:
am 25. Mai 2011 um 19:32:56
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Purzel
Und noch was, weil wir ja so tolle Manager haben, besitzen wir Steuerzalhler eine Bank die 145 Millarden minus hat, toll, wir können stolß sein.
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