23.12.2011, 13:58 Uhr | dapd
Nach jahrelangem Tauziehen ist das Schicksal der WestLB nun besiegelt: Am Dienstag gab die EU-Kommission in Brüssel grünes Licht für eine Aufspaltung, auf die sich Anteilseigner und Bund in Folge der milliardenschweren Rettung mit Brüssel geeinigt hatten. Der Plan sieht die Zerschlagung der Bank in eine sogenannte Verbundbank und eine Servicegesellschaft vor, in denen sich allerdings nur ein Teil der Beschäftigten wiederfinden werden.
Die Verbundband mit rund 400 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von rund 40 Milliarden Euro soll unter dem Dach der Helaba das bisherige Sparkassengeschäft bestreiten. Standort soll Düsseldorf sein.
Diejenigen Teile der Landesbank, die bis Ende Juni 2012 nicht verkauft werden können, sollen auf die 2009 gegründete Bad Bank der WestLB, die erste Abwicklungsanstalt (EAA) übertragen werden, die bereits Schrottpapiere in Milliardenhöhe für die WestLB abwickelt und ebenfalls bereits mit Milliarden gestützt werden musste.
Rechtsnachfolger der WestLB soll schließlich die sogenannte Servicegesellschaft oder SMP-Bank werden, die als Dienstleister für die abgespaltene Verbundbank sowie die EAA fungieren - aber unter Umständen aber auch für Dritte tätig werden soll. In der Gesellschaft ohne eigenes Portfolio sollen Berichten zufolge rund 1000 Mitarbeiter eine Beschäftigung finden. Sie soll nach Möglichkeit bis 2016 verkauft werden.
Damit könnten - Verbundbank und Servicegesellschaft eingeschlossen - unbestätigten Berichten zufolge auf längere Sicht lediglich rund 1.400 der derzeit rund 4.300 Vollzeitstellen übrig bleiben. Die WestLB wollte die Brüsseler Entscheidung am Dienstag zunächst nicht kommentieren. Man wolle die Unterlagen zunächst eingehend prüfen, erklärte ein Sprecher.
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Die derzeit drittgrößte Landesbank mit mehr als 4.300 Beschäftigten war wegen risikoreicher Geschäfte 2008 bereits vor dem Fall von Lehman Brothers ins Trudeln geraten und musste mit mehreren Milliarden Euro - darunter einem Risikoschirm von fünf Milliarden Euro und einer Kapitalspritze von drei Milliarden - gerettet werden. Da die EU-Kommission bei ihrer Untersuchung der WestLB-Rettung zu dem Schluss kam, dass 3,4 Milliarden mehr an Hilfen geflossen waren als ursprünglich geplant, forderte sie einen umfassenderen Umbau ein, an dessen Ende die nun vorgelegte Aufspaltung steht.
Quelle: dapd
sparkassentante schrieb:
am 20. Dezember 2011 um 23:09:27
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westlb ende
von wegen sparkassen drücken sich.bei der westlb wurde nicht gekleckert sondern geklotzt.die umfangreichen unterstützungen
der sparkassen trieb kleinere sparkassen teilweise fast selbst an den abgrund. die westlb hat ihre mitarbeiter mit 50 jahren bei 70 % . des letzten gehaltes in den vorruhestand geschickt was mehr als 100 % des Mitarbeiterlohnes der Sparkassenmitarbeiter ausmacht, und die kleinen sparkässler wurden belächelt und dürfen bis 65 jahre und mehr weiter an die schüppe.
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Jack schrieb:
am 20. Dezember 2011 um 22:13:10
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Man sollte auch ...
die anderen Landesbanken gleich "mitabwickeln", also NordLB, Bremer LB und wie sie alle heissen. Danach bitte die
Commerzbank und Deutsche Bank verstaatlichen !
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Uwe 1,5 schrieb:
am 20. Dezember 2011 um 22:04:30
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@ Zoro 16:17
einfach nur ganz fein,Sachlich und Fachlich "Richtig" definiert und geschrieben!! Jetzt rückt auch noch ein CSU
Finanzminister an die Spitze der Sparkassen..90% der Finanz/Wirtschaftskrisen und Landesbank desaster haben Unionspolitiker als Verantwortliche im Hintergrund!! Wenn unsere diskusionskontrahenten hier,wenigstens einmal so Fair wären und sich über die Verluste für uns Steuerzahler über Bundes und Länder Unionseskapaden Schlau zu machen,dann könnte sich sogar etwas etwas verbesse
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