29.12.2011, 16:19 Uhr | dpa-AFX
Wegen einer schwächelnden Nachfrage nach Haushaltsgeräten streicht der weltgrößte Hersteller dieser Geräte, Whirlpool, mehr als 5000 Stellen. Am härtesten trifft es die Mitarbeiter in Europa und Nordamerika - hier fällt jeder zehnte Arbeitsplatz weg, wie der Konzern mit Hauptsitz in den USA mitteilte.
Auch das Werk der deutschen Whirlpool- Tochter Bauknecht im saarländischen Neunkirchen ist betroffen. Die Geschirrspüler-Fertigung wird - wie bereits bekannt - im Januar nach Polen verlagert. Die Mitarbeiter in Neunkirchen haben aber Glück im Unglück: Der Autozulieferer ZF übernimmt die Fabrik und baut dort Komponenten für Automatikgetriebe. 240 von 280 Beschäftigten werden übernommen, die restlichen gehen in den Ruhestand.
Am Bauknecht-Standort Schorndorf in Baden-Würtemberg fallen - wie bereits im April bekannt wurde - rund 200 Stellen weg, weil die dortige Produktion von großen Waschmaschinen für den US-Markt auf eine Schicht schrumpft. Eine Bauknecht-Sprecherin sagte, dass ihr neben diesen beiden bekannten Entscheidungen keine neuen Pläne für Stellenabbau bekannt seien. Was die übrigen Standorte in Europa angehe, habe sie keine Informationen.
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"Wir haben während des Quartals branchenweit eine geringere Nachfrage als erwartet verspürt, zudem sind die Materialpreise gestiegen", begründete Whirlpool-Chef Jeff Fettig in Benton Harbor (US-Bundesstaat Michigan) die harten Einschnitte. In den Industrienationen habe sich die schwache Wirtschaft bemerkbar gemacht, und auch in den Schwellenländern sei die Kauflust gesunken.
Whirlpool ist die Nummer eins der Hausgeräte-Hersteller. Neben Bauknecht gehören Maytag oder KitchenAid zum US-Konzern. Im dritten Quartal stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro). Mehr als die Hälfte des Geschäfts macht Whirlpool dabei im Heimatmarkt Nordamerika und ein Viertel in Lateinamerika. Der Konzerngewinn verdoppelte sich auf unterm Strich 177 Millionen Dollar. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika machte Whirpool allerdings einen operativen Verlust von 12 Millionen Dollar (acht Millionen Euro).
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Die Tochter Bauknecht Hausgeräte GmbH wies in ihrer Bilanz für 2010 einen Umsatz von gut einer halben Milliarde Euro aus und verbuchte unter dem Strich 751.000 Euro Gewinn. Vor allem wegen der verringerten Produktion schrumpfte die Personaldecke auf durchschnittlich 1414 Mitarbeiter - 147 weniger als 2009.
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Quelle: dpa-AFX
fairplay schrieb:
am 30. Oktober 2011 um 11:10:29
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whirlpool
Ich weiß nicht, warum es in Deutschland noch Menschen schlecht geht, bei den ganzen Wirtschaftesexperten die sich hier auslassen.
Leute laßt doch Eure Kommentare, wenn Ihr keine Ahnung habt. die Wirtschaft ist ein bischen komplexer als man sich das am Stammtisch vorstellt.
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Ullrich schrieb:
am 29. Oktober 2011 um 13:21:43
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Standort Polen
Warum sollte Whirlpool Seinen Standort nicht nach Polen verlegen ? Wenn die dort billiger pruduzieren können ? Ich arbeite
als Geschäftsführer bei einer großen deutschen Markenfirma,die in Polen zwei Niederlassungen unterhält. In Polen haben wir mehr Gewinn als in Deutschland. Die deutschen Löhne sind wesendlich höher . Unternehmer sind nun mal gewinnorigentiert.
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Liquidator schrieb:
am 29. Oktober 2011 um 11:27:25
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Whirlpool Polen
Ich arbeite als Deutscher in Polen, die von Whirlpool wissen gar nicht auf was sie sich einlassen: Schlechte Infrastruktur,
keine Facharbeiter, eine Über-Bürokratie, "seltsames Arbeitsrecht", etc, etc. hier geht es wahrscheinlich um das Abkassieren von Subventionen der EU.
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