02.05.2011, 16:10 Uhr | dapd, AFP
Windpark "Baltic 1": Nördlich vor Zingst stehen die 21 Windräder des EnBW-Offshore-Windparks (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der erste Offshore-Windpark vor der Ostsee-Küste ist offiziell ans Netz gegangen. Der "Baltic 1" genannte Park liegt vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, Betreiber ist der Energiekonzern EnBW. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den ersten kommerziellen Offshore-Windpark der Ostsee gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft mit einem symbolischen Knopfdruck in Gang gesetzt.
Der Windpark "Baltic 1" besteht aus 21 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 48,3 Megawatt, deren Rotoren einen Durchmesser von 93 Metern haben. Jährlich soll die Anlage bis zu 185 Gigawattstunden Strom produzieren - genug für 50.000 Haushalte. Der Strom wird über ein 60 Kilometer langes Seekabel an Land transportiert und dort dann ins deutsche Übertragungsnetz eingespeist. Vom Fundament bis zur Flügelspitze sind die Windräder 115 Meter hoch, die Wassertiefe beträgt 16 bis 19 Meter.
Strom produzieren die Kraftanlagen ab Windstärke drei, ab Windstärke sechs wird die maximale Leistung erreicht, ab Windstärke zehn schaltet die Anlage die Rotoren automatisch ab.
Merkel, die den neuen Windpark zunächst im Hubschrauber überflog, erklärte nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert, mit der Offshore-Technologie werde "Neuland" betreten. Sie forderte die Anwesenden demnach auf, daraus gemeinsam zu lernen.
"Baltic 1" ist der erste kommerziell betriebene Windpark an der Ostsee. Er verschaffte der einheimischen Wirtschaft Aufträge in Höhe von 35 Millionen Euro. Deutschlands erster kommerzieller Windpark in der Nordsee war im April vergangenen Jahres in Betrieb genommen worden. In den Bau der Windkraftanlagen des Pilotprojekts Alpha Ventus 45 Kilometer vor der Insel Borkum investierte ein Konsortium aus den Energiekonzernen E.ON, Vattenfall und EWE insgesamt 250 Millionen Euro.
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Auf "Baltic 1" soll laut EnBW nun der Windpark "Baltic 2" folgen - der sechsmal so groß werden soll. Windparks vor den Küsten sollen künftig einen großen Beitrag zur deutschen Stromproduktion leisten. Sie haben den Vorteil, dass dort fast immer Wind weht und die Anlagen quasi durchgehend Strom liefern können. Diese Windparks sind allerdings auch teuer, schwierig zu bauen und bergen Gefahren für die Meeresökologie. Zudem sind neue Stromleitungen notwendig, die den vor den deutschen Küsten produzierten Strom in die großen Verbrauchsgebiete im Westen und Süden des Landes transportieren.
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Quelle: t-online.de , AFP , dapd
wenesn schrieb:
am 2. Mai 2011 um 18:57:51
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an die Redaktion
gehe ich fehl in der Annahme, dass ca. 30% der Zuschriften nicht veröffentlicht werden? Bei meinen scheint das jedenfalls so zu sein.
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wenesn schrieb:
am 2. Mai 2011 um 18:39:15
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Ökobilanz Alternativ / AKW
Es taucht gelegentlich der Aspekt auf wieviel CO2 die Herstellung einer Windanlage erzeugt. Haben sich die
Fragesteller schon mal überlegt wieviel Energie für den Abbau von Uran und die Anreicherung der als Kernbrennstoff geeigneten Isotope gebraucht wird? Ich weiß das nicht. Der Maschinenpark eines AKW muss übrigens auch produziert und gewartet werden.
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hans schrieb:
am 2. Mai 2011 um 18:16:59
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Windkraft
Man könnte Sie auch Wilhelm 1 und 2 nennen. Warum nicht im Wattemeer bauen? Je geringer der Pegel um so billiger und schneller
geht es.
Stimmt es wirklich, dass Kretschmann mit Juniorpartner insgesamt 15.000 Windräder auf der Alp und im Schwarzwald innerhalb 5 Jahren aufstellen wollen?? Respekt Hut ab. Ein weiterer Grund nur noch Grün zu wählen.
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