01.02.2012, 17:09 Uhr | dpa, dpa-tmn
Deutschlands Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit geht zurück. Auch die Perspektiven für angehende Lehrlinge werden immer besser. Die Kehrseite der Medaille ist, dass immer mehr Lehrstellen unbesetzt sind. Nach einer Schätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) konnten im vergangenem Jahr rund 75.000 angebotene Ausbildungsplätze nicht besetzt werden.
Die Bundesagentur für Arbeit und auch das Bundesinstitut für Berufsbildung hatten in ihrer im Dezember vorgelegten Jahresbilanz die Zahl der unbesetzt gebliebenen Ausbildungsplätze mit knapp 30.000 beziffert. Allerdings wird nicht jede angebotene Lehrstelle auch den Arbeitsagenturen gemeldet.
Nach dem noch unveröffentlichten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung blieb 2011 jede vierte Lehrstelle für Restaurantfachleute (25,8 Prozent) unbesetzt. Im Lebensmittelhandel und bei Fleischern, Bäckern, Köchen, Klempnern und Gebäudereinigern war dies nahezu jede sechste bis siebte Lehrstelle.
Auch lernschwächere Jugendliche hätten angesichts der rückläufigen Schulabgängerzahlen auf dem Ausbildungsmarkt Chancen, sagte der Staatssekretär aus dem Bundesarbeitsministerium, Gerd Hoofe. Doch nach wie vor gibt es trotz der zahlreichen offenen Stellen, immer noch viele Bewerber, die nicht vermittelt werden konnten. Zum gesetzlichen Stichtag 30. September 2011 lag die Zahl bei 11.400 Jugendlichen. 5700 davon - genau die Hälfte - haben bis Ende Januar nachträglich einen Ausbildungsplatz bekommen.
Allerdings war wie in den Vorjahren auch nur jeder zweite Unversorgte den Einladungen der Kammern zu einem Nachvermittlungsgespräch gefolgt. Auch von den über 60.000 unversorgten Bewerbern, die im Herbst zunächst ihre Schulbildung fortgesetzten, gleichwohl aber ihren Vermittlungswunsch aufrecht erhielten, bekamen nach Angaben der Bundesagentur über 60 Prozent nachträglich einen Ausbildungsplatz.
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Nach Schätzungen der Bundesagentur sind derzeit noch immer zwischen 300.000 und 350.000 Jugendliche in berufsvorbereitenden Kursen oder in Überbrückungsmaßnahmen, deren Sinn unter Experten strittig ist. Bundesagentur und Staat geben dafür jährlich rund drei Milliarden Euro aus.
Um die Chancen für Betriebe und Jugendliche bei der Berufsausbildung zu verbessern, startet der DIHK Ende Februar eine bundesweite Lehrstellenbörse. Bislang bieten die rund 80 Industrie- und Handelskammern in Deutschland jeweils eine eigene, regionale Lehrstellenbörse an. Wer bundesweit suchen wollte, musste bislang mit einer Suchmaschine die 80 Lehrstellenbörsen überprüfen.
Mit der neuen Internetseite ihk-lehrstellenboerse.de soll sich das Ende Februar ändern. Neben der Lehrstellenbörse der IHK können angehende Lehrlinge Ausbildungsplätze auch über die Lehrstellenbörsen der Arbeitsagenturen sowie der Handwerkskammern finden.
Quelle: dpa-tmn , dpa
Kongolippe schrieb:
am 1. Februar 2012 um 19:10:00
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Mohrenkopfbäcker
Selbsthilfe kann nur Schwarzarbeit sein; Schwarzarbeiter aller Länder vereinigt euch.
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Groller68 schrieb:
am 1. Februar 2012 um 19:06:54
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Das ist unverständlich
Das so viele Lehrstellen unbesetzt sind ist vollkommen unverständlich .
Wir haben doch lt. Bundesregierung und
Migrantenverbänden unzählige , gut gebildete , sehr gut deutsch sprechende , arbeitswillige junge Erwachsene mit Migrationshintergrund die hochmotiviert und arbeitsbereit sind . Wo sind diese Personen - warum kommen sie nicht zum Einsatz ?
Oder gibt es diesen Personenkreis nicht - ist das ein Migrations - Märchen ?
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Meister schrieb:
am 1. Februar 2012 um 19:06:24
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(2)
Spaß
@Aufmerksamer
Die Handwerksjobs als "Drecksjobs" zu bezeichnen sagt mir das du von der Arbeit 0 ahnung hast. Ich bin selber
Bäckermeister, diese Arbeit macht mir spaß und verdiene auch ganz gut dabei. Im Handwerk arbeitest du selber mit deinen eigenen Händen, du bringst Kreativität mit ein, man sieht die Liebe zum Detail. Die Hauptsache ist der Job macht SPAß. Naja ich wünsche dir noch viel spaß an der Fließband arbeit, möge der Job dich erfüllen und hoffentlich wirst du bald Millionär
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